Moers: Wasser fließt erst 2013

Moers: Wasser fließt erst 2013

Die Aumühle an der Venloer Straße zwischen Freizeitpark und Bettenkamper Meer ist fertig saniert. Auch das eindrucksvolle Mahlwerk ist einsatzbereit. Auf Wasser aus dem Moersbach wird das Mühlrad noch warten müssen.

Willi Brunswick blickte das Rad aus Holz und Metall lange an. Insgesamt hat der Alt-Bürgermeister schon drei Mal miterlebt, wie ein neues Wasserrad an der Aumühle eingeweiht wurde. "Zwei Mal ist das Rad dann im Laufe der Zeit wieder kaputt gegangen", meinte Brunswick. Das soll diesmal auf keinen Fall geschehen: Alle Beteiligten waren gestern bei der Eröffnung der restaurierten Mühle an der Ecke Venloers/Krefelder Straße guten Mutes, dass ab 2013 im Mühlengraben Wasser fließt und das große Rad "Klippklapp" macht.

100 000 Euro von NRW-Stiftung

Es fehlt tatsächlich nur das Wasser. Alles andere ist fertig. Prunkstück ist das hinter Glas abgeschirmte Mahlwerk. Im Stockwerk drüber ist ein Mehltrichter installiert worden. Fast alle Arbeiten haben Jugendliche aus den Einrichtungen des SCI ausgeführt. Die NRW-Stiftung hat 100 000 Euro beigesteuert. Weitere 400 000 Euro mussten in die Wassermühle investiert werden. SCI-Geschäftsführer Karlheinz Theußen und Martina Grothe von der Stiftung brachten gestern während einer kleinen Feier das Schild der NRW-Stiftung an. "Nach wie vor ein Postkartenmotiv", schwärmte Theußen von dem Bauwerk.

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Seit 2007 war die historische Mühle, eines der ältesten erhaltenen Gebäude von Moers, saniert, umgebaut und erweitert worden. Das Mahlwerk stammt aus der alten Mühle in Niep und wurde dort 1981 ausgebaut. Zunächst wird es von einem Elektromotor angetrieben. Im großen Backofen soll für Besuchergruppen das "Grafschafter Mühlenbrot" gebacken werden.

Die beiden Bäckermeister Peter Winkel und Hans-Werner Scholten zeigten den Besuchern gestern in der Mühle an der Venloer Straße , wie das geht. Für den kommerziellen Verkauf soll in der Mühle niemals gebacken werden. Mit der Lineg sind über die Renaturierung des Moersbaches bereits etliche Gespräche geführt worden.

Der "Anschluss" der Mühle ans Wasser kommt nicht vor 2013, sagt Lineg-Sprecherin Elke Wimmer. Die Planungen, wie der Moersbach in diesem Bereich umgestaltet und kanalisiert werden könnte, sind jetzt an den Kreis gereicht worden. "Wir benötigen die Genehmigung der Unteren Wasserbehörde, dann können wir beim Land einen Antrag auf Zuschüsse stellen", erklärt Elke Wimmer.

(RP/rl)
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