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Wallzentrum Moers: Fotos zeigen die „Ureinwohner*innen“

Fotoausstellung in Moers : Wallzentrum: Fotos zeigen die „Ureinwohner*innen“

Frank Schemmann hat 25 Menschen fotografiert, die zum Wallzentrum an der Uerdinger Straße eine besondere Verbindung haben.

25 Frauen und Männer haben sich auf diese besondere Begegnung mit Frank Schemmann eingelassen, auf die intime Atmosphäre, die zwischen Fotograf und Porträtiertem entstehen kann. „Das ist eine spannende Situation“, sagt der Fotograf aus Moers. Eines haben die 25 Frauen und Männer gemeinsam. Sie sind die „Ureinwohner*innen“ des 1975 erbauten und längst in die Jahre gekommenen Wallzentrums: Bewohner, Eigentümer, Geschäftsinhaber. „Wir möchten mit der Fotoausstellung sichtbar machen, dass dieses Zentrum nicht nur einstmals innovative Architektur ist, sondern dass Menschen hier leben und arbeiten und das Gebäude mit Leben erfüllen“, erläuterte Judith Schäfer. Sie hat die Leitung für das groß angelegte Projekt „Das W – Zentrum für urbanes Zusammenleben“ inne. Es handelt sich um eine Kooperation des Schlosstheaters Moers mit dem SCI Moers und der Hochschule Niederrhein.

Mit der Fotoausstellung wird am Mittwoch, 27. November, 16 Uhr, auch das „Café Z“ als Treffpunkt für kulturelle und soziale Aktionen eröffnet. Ulrich Greb, Intendant des Moerser Schlosstheaters, freut sich, den Fotografen Frank Schemmann für das Fotoprojekt gewonnen zu haben. „Er ist ein ausgewiesener Porträt-Spezialist. Es gelingt ihm, in seinen Bildern die Persönlichkeit der Menschen zum Ausdruck zu bringen.“ Die „Ureinwohner*innen“ seien anfangs zögerlich gewesen, berichtet Schemmann von den Begegnungen. „Aber dann haben wir doch ihre Neugier geweckt.“ Und so kam er mit den Menschen ins Gespräch – über die „alten“ Zeiten im Wallzentrum, als es noch den Plattenladen gab und auf der anderen Seite der Passage ein Sportfachgeschäft. Und einen Lebensmittelmarkt. Daraus sind kleine Interviews und Filme entstanden, die im Rahmen des groß angelegten W-Projektes ebenfalls noch präsentiert werden sollen. „Ich mag die Arbeit mit Laien und ich glaube, dass sich die 25 über unsere Wertschätzung gefreut haben.“

Besucher der Ausstellungseröffnung sind eingeladen, Kassetten mitzubringen und mit Schauspieler Patrick Dollas alias Dr. Donas, Leiter des Instituts für angewandtes Träumen, über ihre Erinnerungen zu sprechen und die alten Lieblingslieder anzuhören.