Moers: Von der Universität in den Landtag

Moers: Von der Universität in den Landtag

Erst im Juli schloss Kristina Hölscher ihr Studium in Duisburg ab. Inzwischen ist sie Leiterin des Büros des Landtagsabgeordneten Ibrahim Yetim. In ihrer Freizeit spielt sie für den GSV Moers Fußball in der Regionalliga.

Geboren ist Kristina Hölscher in der Nähe von Minden in Ostwestfalen. Mittlerweile hat sie ihr Studium der Politikwissenschaften, das sie in Osnabrück begann, nach Duisburg geführt. Im Juli schloss sie es mit dem Master ab. Seit Anfang August arbeitet sie als Büroleiterin für den Landtagsabgeordneten Ibrahim Yetim in Düsseldorf.

"Während des Studiums der Politikwissenschaften ist es schwer, zu planen. Es stehen einem viele Möglichkeiten offen - eine klare Richtung hat man jedoch nicht", berichtet Kristina Hölscher. Trotzdem gelang es ihr, nach dem Abschluss des Studiums, sofort ins Berufsleben einzusteigen. Während der diesjährigen Europawahl im Mai unterstützte sie bereits den Europaabgeordneten Jens Geier. Dabei stellte Hölscher fest, dass ihr die Arbeit mit einem Abgeordneten zusagt.

"Eine Reihe glücklicher Umstände führte dann dazu, dass ich meinen jetzigen Job bekam", verrät die Duisburgerin. Zeitgleich zur Europawahl fanden in NRW auch die Kommunalwahlen statt, und der ehemalige Büroleiter Ibrahim Yetims, Martin Mertens, wurde in Rommerskirchen zum Bürgermeister gewählt. Hölscher, gerade in den letzten Zügen ihres Studiums, hörte durch eine Bekannte, dass Yetim einen neuen Büroleiter sucht. Hölscher: "Also bewarb ich mich dort einfach. Im Juli kam es dann zum Treffen mit Ibrahim Yetim, und tatsächlich passte es gleich von beiden Seiten."

Die Aufgaben der studierten Politikwissenschaftlerin sind vielfältig. "Insgesamt ist die Zusammenarbeit zwischen mir und Ibrahim Yetim sehr eng. Wir teilen uns ein Büro und ich bin sozusagen dafür da, ihm den Rücken freizuhalten", erklärt Hölscher. Unter anderem verwaltet sie die Termine, kümmert sich um wichtige Unterlagen, ist zuständig für Presse und Öffentlichkeitsarbeit und schreibt ab und an auch eine Rede für den Landtagsabgeordneten. Hölschers Arbeitsvertrag ist dabei an die Amtszeit des SPD-Politikers gekoppelt.

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Sie sagt: "Was nach diesem Job kommt, kann ich noch gar nicht sagen. Das wird sich zeigen. Aber zunächst kommt es auch darauf an, ob Ibrahim Yetim im Jahr 2017 wiedergewählt wird."

Neben Duisburg und Düsseldorf verbringt Hölscher viel Zeit in Moers. Seit sie 2011 nach Duisburg gezogen ist, trägt sie das Trikot des GSV Moers. "In der Umgebung gibt es mehrere gute Frauenfußballmannschaften, wie den MSV Duisburg. Beim GSV gefiel mir aber auf Anhieb die familiäre Atmosphäre", berichtet sie. In der Saison 2008/2009 spielte Hölscher beim Herforder SV sogar in der Bundesliga und kam zwölf Mal dabei zum Einsatz. Seit dieser Saison ist ihr alter Verein auch wieder in der ersten Liga vertreten ist.

Insgesamt könnte Hölscher mit dem Verlauf der letzten Jahre nicht glücklicher sein: "Wenn der Abschluss näher rückt, überkommt einen schon ein wenig die Panik bei der Frage, wie es nach dem Studium weitergeht. Dementsprechend groß war die Freude, als ich die Stelle im Landtag bekam", verrät sie.

Allen, die noch vor der Frage stehen, was sie nach dem Studium machen sollen, rät Hölscher: "Man sollte einen groben Plan haben, in welche Richtung es gehen soll - gleichzeitig aber für alles offen und auf nichts Spezielles eingeschossen sein. Manchmal ergeben sich Chancen, mit denen man vorher nicht rechnet. So wie bei mir."

(RP)
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