1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Von Asberg auf die Balearen: Pfarrerehepaar Martje Mechels und Holmfried Braun

Gottesdienst in Asberg : Abschied aus Asberg und Freude auf das Neue

Für das Pfarrerehepaar Martje Mechels und Holmfried Braun beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Beide verabschieden sich von Asberg, wo sie viele Jahre tätig waren. Künftig werden sie sich eine Pfarrstelle in der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde auf den Balearen teilen.

Am Wochenende verabschiedet sich das Pfarrerehepaar Martje Mechels und Holmfried Braun in Gottesdiensten rund um die evangelische Kirche Asberg von den Gemeindemitgliedern. Denn künftig werden sie sich eine Pfarrstelle in der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde auf den Balearen teilen. Der Abschiedsgottesdienst am Sonntag, 16. August, in dem Wolfram Syben, Superintendent des Kirchenkreises Moers, Pfarrer Braun von seinem Dienst in der Kirchengemeinde und im Kirchenkreis Moers entpflichtet, beginnt um 15 Uhr.

Martje Mechels und Holmfried Braun, die sich während des Theologiestudiums in Hamburg kennengelernt haben und gemeinsam in Pfarrstellen im rheinland-pfälzischen Nahetal, anschließend in der Westpfalz tätig waren, kamen im Jahr 2009 nach Moers-Asberg. Anfangs teilten sie sich die Stelle. Einen Wechsel gab es im Jahr 2015, als die Kinder älter geworden waren und eine neue Lebensphase begann.

Martje Mechels ging zum Gemeindedienst für Ökumene und Mission (GMÖ) am Niederrhein. Die pfarramtlichen Aufgaben in Asberg, Taufen, Hochzeiten, Seelsorge für Menschen in schwierigen Lebenssituationen, Konfirmandenarbeit und anderes mehr übernahm Holmfried Braun nun allein. Beim GMÖ stand Martje Mechels den Kirchenkreisen Dinslaken, Kleve, Moers und Wesel für Fragen von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zur Verfügung. Sie wirkte etwa mit in der Bildung von Konfirmanden- und Erwachsenengruppen, informierte beispielsweise über die globalen Auswirkungen des Lebensstils reicher Länder und beriet Gemeinden bei der öko-fairen Beschaffung. Der Gemeinde Asberg blieb sie nahe und wirkte mit bei der vielbeachteten Umgestaltung des Kriegerdenkmahls zu einem Friedensmahnmal.

„Jetzt ist wieder ein Lebensabschnitt erreicht“, sagt Holmfried Braun. „Fast alle Kinder haben das Haus verlassen, wir beginnen das letzte Drittel unseres Arbeitslebens und wir wollen wieder mehr gemeinsam arbeiten.“ Auf den Balearen, Menorca, Mallorca, Ibiza und Formentera, werden sie die etwa 450 Personen starke Gemeinde betreuen. Gottesdienste wird es an verschiedenen Orten der Inseln geben. „Wir werden auch für die Touristinnen und Touristen Seelsorge leisten, und manche Liebende möchten auch gern in der schönen Umgebung der Insel kirchlich heiraten“, beschreibt Martje Mechels einen Teil ihrer künftigen Aufgaben.

Ihr Spanisch haben die beiden in den letzten Monaten auf Vordermann gebracht, aber ob sie im September tatsächlich wie geplant reisen können, hängt auch von den dann geltenden nationalen Corona-Bestimmungen ab. „Wir sind gespannt auf die dortige Gemeinde“, berichtet Martje Mechels. „Wir danken allen hier in Asberg, im Kirchenkreis und am Niederrhein für die sehr schöne und wichtige Zeit, die wir hatten und die Projekte, die möglich wurden. Wir werden die Zeit in guter Erinnerung behalten, wenn wir jetzt einen Neuanfang wagen“, sagt Holmfried Braun.

„Bei aller Freude auf das Neue gehen wir deshalb natürlich auch mit Abschiedsschmerz. Aber als Christen sehen wir uns von Gott geführt. Wir sind gespannt, welche Wege er mit uns als Pfarrerehepaar vorhat. Und der Kontakt zu unseren Freunden in Asberg und am Niederrhein wird sicherlich erhalten bleiben.“ Weitere Informationen Wie es mit der pfarramtlichen Versorgung der Gemeinde langfristig weitergehen soll, beraten derzeit die Kirchengemeinden Moers, Moers-Hochstraß, Moers-Asberg, Moers-Scherpenberg, Kapellen, Schwafheim, die gemeinsam eine Region im Kirchenkreis Moers bilden. In ihren Versammlungen loten sie verschiedene Möglichkeiten von Zusammenarbeit aus, um bisherige wichtige Arbeiten von Gottesdiensten bis zur Seelsorge sicher zu stellen und sich auch hinsichtlich zu erwartender rückgehender finanzieller Möglichkeiten auf neue Entwicklungen und Herausforderungen gemeinsam einzustellen.

Abschiedsgottesdienst Wer teilnehmen möchte, muss sich wegen der Hygienevorschriften anmelden, entweder per E-Mail an buero@gemeinde15.net oder telefonisch unter 02841 504944.