Volkschor Moers: Erstes Konzert unter neuer Leitung.

Musik in Moers : Volkschor: Erstes Konzert unter neuer Leitung

Von Gospel bis Pop reichte das Programm des Sonntagskonzerts, zu dem der Volkschor Moers in die evangelische Kirche Asberg eingeladen hatte. Das Konzert war die Premiere unter dem neuen Chorleiter Michael Wulf-Schnieders.

Er hat im Januar die Nachfolge von Gotthart Mohrmann angetreten, der den Chor 30 Jahre geleitet hatte und es sich natürlich nicht nehmen ließ, die Premiere als Ehrengast mitzuerleben. In einer Vorstandssitzung hatte Wulf-Schnieders, der als Kirchenmusiker in Rheinberg sowie als Chorleiter mehrerer Chöre am Niederrhein tätig ist, neue Ideen angekündigt: „Mehr Popsongs und Schlager. Aber nichts Triviales. Und ich würde gern etwas Bewegung in den Vortrag bringen.“ Das Programm des Antrittskonzert trug bereits deutlich seine Handschrift. Neben den gewohnten Volksliedern waren mit „Blue Bayou“ und dem Udo Jürgens-Hit „Aber bitte mit Sahne“ auch moderne Klänge zu hören, mit denen die knapp 30 Sängerinnen und Sänger ihren Grundsatz, das Singen müsse Freude machen und Entspannung bringen, überzeugend vertraten. Auch der Vorsatz, etwas Bewegung in den Vortrag zu bringen, wurde zumindest ansatzweise schon umgesetzt, wobei hier noch deutlicher Spielraum gegeben scheint.

Den schwungvolleren Teil des Konzerts übernahm die Gesangsgruppe „Fo(u)r Voices“, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert und die sich dem begeisterten Publikum in der vollbesetzten Kirche mit Spirituals, Gospels und a cappella gesungenen Hits wie „What a wonderful world“ oder „Can’t help falling in love“ präsentierte. Zwischen den beiden Erwachsenenchören sang der Nachwuchschor „Kinder In.Takt“ von Vöglein und der Maienzeit, tirilierte dazu auf allerlei Vogelpfeifen und ließ „Sassa, die Vogelscheuche“ tanzen, hüpfen und wackeln.

Ein besonderes Highlight war für viele Besucher das traditionelle Mitsingen, für das der Chorleiter einige Frühlingslieder ausgewählt hatte. „Es tönen die Lieder, der Frühling kehrt wieder…“ ließ der Großchor es durch den Kirchenraum schallen, und das klappte so erfreulich gut, dass Wulf-Schnieders sich die Frage nicht verkneifen konnte: „Wieso sind sie eigentlich nicht längst alle im Volkschor?“

Als krönenden Abschluss gab es noch einen gemeinsamen Auftritt aller drei Volkschor-Fraktionen. Mit „Peace be unto you“ gab es einen rundum harmonischen Abschied, der mit lang anhaltendem Applaus und lauten Zugabe-Rufen bedacht wurde.

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