Moers: Visionen für den Freizeitpark Kapellen

Moers : Visionen für den Freizeitpark Kapellen

Der Park im Süden der Stadt ist in die Jahre gekommen. Politik und Verwaltung möchten ihn modernisieren und aufwerten. Ein Planungskonzept steht. Nun heißt es auf Fördergelder hoffen.

Der Sport- und Freizeitpark Kapellen soll seinem Namen wieder im vollen Umfang gerecht werden. Die Stadt hat zusammen mit einem Landschaftsplanungsbüro ein Konzept für die Umgestaltung der Grünanlage erarbeitet. Von einer "einmaligen Freizeit- und Erholungslandschaft direkt im Quartier" ist die Rede. Vereine und Institutionen haben ihre Ideen eingebracht, darunter der TV Kapellen, der ebenfalls am Park ansässige Tennisclub, die Bogenschützen sowie das Jugendzentrum Henri.

Sport Die durch immer mehr Fußballmannschaften strapazierte Sportanlage des TV Kapellen erhält einen neuen Belag, die aktuelle Laufbahn wird aufgegeben und durch eine vermessene Laufstrecke ersetzt, die durch den Park verläuft. Geplant sind eine neue Sprint- und Weitsprunganlage für den Schulsport sowie verschiedene "Bewegungsflächen".

Spielen Der Spielplatz im Park sei sehr gut ausgestattet, heißt es in der Verwaltungsvorlage zum Planungskonzept. Er werde durch kleine Element und Angebote für Jugendliche (wie Parkouranlage oder Graffitiwände) ergänzt.

Freizeit "Das aktuelle Projekt bietet die Chance, den Stadteilpark wieder zu reaktivieren, das Wegesystem zu überarbeiten und die Aufenthaltsqualität, insbesondere im Einzugsbereich des zentralen Sees, zu erhöhen", schildert die Stadtverwaltung. Sportflächen und Freizeitpark werden vernetzt. "So können die Anwohner die Sportgelegenheiten im Park selbstständig oder unter Anleitung geschulter Übungsleiter der Vereine als Vereinsangebote nutzen. Zudem gibt es sowohl Spiel-, Freizeit- und Ruheorte für Kinder, junge Familien, Jugendliche und Erwachsene. Außerdem werden die Belange der älteren Bevölkerung des Stadtteils nicht vernachlässigt, dies gilt so-wohl für den sportlichen teil, als auch für den zur Erholung einladenden Teil des Parks." Auch eine Fläche für "Urban Gardening" ist möglich, sofern sich Interessenten für das "städtische Gärntern" finden.

Kosten Knapp 3,2 Millionen Euro kostet die Ideen des Konzepts umzusetzen. Die Stadt erhofft sich Fördergelder aus dem Städtebauprogramm "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW". Zehn Prozent der Summe, also rund 320.000 Euro, müsste die Stadt selbst bereitstellen. Erst wenn die Förderzusage vorliegt, werde man in die Ausführungsplanung einsteigen, sagte gestern Stadtsprecher Thorsten Schröder. Dann müsse auch noch einmal die Politik einbezogen werden. Geht Moers bei diesem Förderprogramm leer aus, werde man versuchen, einen anderen Geldtopf anzuzapfen. "Wir werden dieses Konzept nicht in der Schublade lassen", unterstrich Thorsten Schröder. "Irgendwann kriegen wir das umgesetzt."

(RP)
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