Moers: Viertes Boxcamp für Jugendliche

Moers: Viertes Boxcamp für Jugendliche

Freddy-Fischer-Stiftung und "Klartext für Kinder" sagen "Ring frei".

Das Konzept des Boxcamps hat sich bewährt. Zum vierten Mal stiegen Jugendliche in den Ring. Die Freddy-Fischer-Stiftung und der Verein "Klartext für Kinder" haben über 30 Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren in den Osterferien für diese besondere Aktion gewinnen können. Die Jugendämter von Moers und Kamp-Lintfort sind mit im Boot. "Ich habe richtig viel gelernt", sagte Saddam (15). Dazu gehört, dass er in brenzligen Situationen den Weg der Kommunikation sucht, so der Iraki beim letzten Trainingstag in der Enni-Sporthalle.

Auch Mädchen haben die Boxhandschuhe an. "Körperlich sehr anstrengend. Ich weiß jetzt, wie ich mich verteidigen kann", sagt Gjyljetta (14). Lehrreiche und gut dosierte Einheiten mit Biss und Herz, das ist die Intention der Macher bei der Schnuppereinheit. "Es geht nicht um das Boxen im Ring, sondern um Training, Disziplin, Ausdauer, Koordination und Konzentration", sagt Michael Passon vom Verein "Klartext für Kinder". Trainingsbeginn war um 10.

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30 Uhr. Laufeinheiten und das bewährte Zirkeltraining machten die Muskeln warm und puschten die Motivation. Reaktionsschnelle bei verschiedenen Übungseinheiten steigerten die Stimmung. "Boxen ist ein komplexes Thema und hat nichts mit Hauen zu tun", sagt Fischer, der mit dem Konzept in Essen das größte Jugendbox-Camp des Landes auf die Beine gestellt hat. Boxen an sich ist kein Mannschaftssport, "sondern jeder ist auf sich alleine gestellt", sagt er.

Frank Otto, Lehrer und Trainer, beobachtete die Entwicklung in den Gruppen. "Untereinander bauen sich Disziplin und Respekt auf. Die Jugendlichen fühlen sich ernst genommen", sagt er. Ausgepowert schmeckte im Anschluss das gemeinsame Mittagessen.

(sabi)