Moers: Verkaufsoffene Sonntage in der Diskussion

Moers: Verkaufsoffene Sonntage in der Diskussion

Mit deutlicher Mehrheit beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch, die verkaufsoffenen Sonntage zum Frühlingsfest am 18. April und zum Herbstfest am 3. Oktober in Moers-Mitte freizugeben. Am deutlichsten sprach sich Gabriele Kaenders, Fraktionsvorsitzende der OLili/Die Linke, gegen beide verkaufsoffenen Sonntage aus. Auch wenn der Einzelhandel die Öffnung dieser beiden Sonntage befürworte, werde das von der Gewerkschaft Verdi abgelehnt.

Am 18. April will die Moers Marketing Gesellschaft in der Innenstadt das Frühlingsfest feiern. Deshalb werden die Ladenlokale von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein. Mit diesen Öffnungszeiten sei auch auf die Interessen der Kirchen Rücksicht genommen worden, auch wenn die Sonntagsruhe generell nicht eingehalten werde.

Mehr Diskussion gab es um den 3. Oktober, den Feiertag zum Tag der Deutschen Einheit. An diesem Datum will die Moers Marketing GmbH wieder das Herbstfest in der Moerser Innenstadt ausrichten. Die Ladenlokale sollen dann von 14 bis 19 Uhr geöffnet sein. Da das Herbstfest seit Jahren stattfinde, sei es bereits eine traditionelle Veranstaltung. Wichtig für die Stellungnahme der Verwaltung ist auch die Tatsache, dass mit einem hohen Zustrom auch auswärtiger Besucher nach Moers gerechnet wird.

Trotzdem gab es Unmut unter den Politikern. Heidelinde Heller (FDP) fragte sich, ob das Konzept für die Feier des Tages bereits um 14 Uhr ende. Da an diesem Datum auch mit Besuchern aus Brandenburg des Mauerfalls vor 20 Jahren gedacht werden solle, können Feier und Shopping kollidieren. Von Jahr zu Jahr werde am 3. Oktober eine Ausnahme gemacht, jetzt bereits zum vierten Mal, bemängelte Claus Peter Küster (FBG). Trotzdem: Bei elf Gegenstimmen angenommen. Wenn 2011 der 3. Oktober auf einen Montag fällt, gibt es keine Überschneidung mit dem Herbstfest.

(RP)