Veranstaltungen im Ruhrgebiet: Lange Nacht der Industrie

Veranstaltungen im Ruhrgebiet : Lange Nacht der Industrie

Bis zum 24. September läuft bundesweit die „Woche der Industrie“. Auch an Rhein und Ruhr gibt es viele Veranstaltungen, zum Beispiel am 19. September die „Lange Nacht der Industrie“.

Das Ruhrgebiet ist die Wiege der Industrie und zugleich ihre Zukunft – viele traditionsreiche und innovative Betriebe haben hier ihren Sitz.„Die Industrie ist mit ihren Arbeitsplätzen der Kern unseres Wohlstands und Garant für das zukünftige Wachstum unserer Standorte. Voraussetzung sind allerdings klare und verlässliche Rahmenbedingungen im Rahmen einer gesamtheitlichen Wirtschaftspolitik – auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene“, sagt Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, anlässlich der „Woche der Industrie“. Unter dem Hashtag #industrieverbindet läuft diese bis zum 24. September bundesweit.

In Nordrhein-Westfalen finden im Rahmen der „Woche der Industrie“ Ausbildungsinformationstage, Industrie- und politische Dialoge und Branchentage statt – außerdem die Lange Nacht der Industrie. Am 19. September werden dabei tausende Bürger in geführten Bustouren Industrieunternehmen erkunden und dort viel über die Arbeitsplätze, die Märkte und Strategien erfahren. „Wichtig ist uns dabei, für die Akzeptanz und die Bedürfnisse von Industrieunternehmen zu werben“, sagt Schmitz.

Insgesamt 77 Industrieunternehmen und Institutionen an Rhein und Ruhr öffnen für 3100 Besucher ihre Türen und gewähren ihnen faszinierende Einblicke in Innovationen, zukunftsweisende Technologien und Arbeitsprozesse. Am Veranstaltungsabend besuchen die Teilnehmer zwischen 17 und 22.30 Uhr jeweils nacheinander zwei Unternehmen. Die Touren beginnen um 18 Uhr und um 20.15 Uhr und dauern jeweils rund 100 Minuten.

Schmitz: „Dass es Interessenskonflikte gibt, war schon immer so und wird auch immer so sein. Wir plädieren dafür, diese stets auf einer sachlichen Ebene zu diskutieren.“ Als Beispiel nennt er die niederrheinische Kieswirtschaft. „Hier werden Baustoffe gefördert, die etwa für den Haus- oder Brückenbau ohne Alternative sind. Also braucht es einen Interessensausgleich zwischen Flächenverbrauch inklusive Renaturierung und einer modernen Infrastruktur. Das muss die Basis einer ehrlichen Diskussion sein. Mit Ideologie und Polemik kommen wir hier nicht weiter.“

Acht Millionen Menschen arbeiten bundesweit in der Industrie, 15 Millionen weitere Arbeitsplätze hängen von ihr ab.

(RP)
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