Moers: UFOs über Neukirchen-Vluyn?

Moers: UFOs über Neukirchen-Vluyn?

Der Gesellschaft für UFO-Forschung sind seltsame Phänomene am Himmel über der Stadt gemeldet worden. Ihr Vorsitzender, der Xantener Alexander Knörr, spricht über Außerirdische, Zweifler und die Aussichten für den ersten Kontakt.

Das Fahrzeug "Curiosity" ist zurzeit auf der Marsoberfläche unterwegs, um Beweise für die Existenz außerirdischen Lebens zu suchen. Von der Erde aus suchen danach die Mitglieder der Deutschsprachigen Gesellschaft für UFO-Forschung (Degufo). Ihr Vorsitzender ist Alexander Knörr aus Xanten. Ihn beschäftigt in diesen Wochen eine merkwürdige Erscheinung über Neukirchen-Vluyn.

Alexander Knörr ist seit seiner Jugend von UFOs fasziniert. Foto: Ostermann

Herr Knörr, Sie sprechen von seltsamen Phänomenen am Himmel über Neukirchen-Vluyn. Was war denn zu sehen?

Alexander Knörr Es gab Anfang August mehrere Sichtungen. Berichtet wurde von einem großen Objekt am Himmel, das von kleineren hellen Objekten begleitet wurde. Ein Ehepaar aus Neukirchen-Vluyn meldete sich und erklärte, diese Erscheinungen seien über ihr Haus geflogen.

In vielen Fällen klären sich solche Sichtungen ja auf.

Knörr Ja, in etwa 85 Prozent der Fälle gibt es eine alltägliche Ursache. Für das Phänomen über Neukirchen-Vluyn haben wir bislang aber keine Erklärung.

Welche Himmelserscheinungen werden denn beispielsweise für UFOs gehalten?

Knörr Wir hatten jüngst Meteoritenschauern am Nachthimmel, etwa während der Perseidenschauer vor kurzem. Dann schauen erfahrungsgemäß mehr Leute nach oben und entdecken Dinge, die sie nicht einordnen können, zum Beispiel Satelliten auf ihrer Bahn. Eine Zeitlang wurden kleine Heißluftballons mit Kerzen häufig für UFOs gehalten, aber die sind ja wegen Brandgefahr inzwischen verboten. Diese werden aber immer noch ab und zu gestartet und sorgen nach wie vor für Verwirrung bei Beobachtern.

Wie viele Mitglieder hat Ihr Verein?

Knörr Wir sind deutschlandweit 78 Personen.

Viele Menschen halten UFOs für Unfug. Sie haben sicher schon oft den Vorwurf gehört, dass Ihre Interessen reine Phantasterei seien.

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Knörr Wir sind interessiert an der Möglichkeit außerirdischen Lebens, und dabei erheben wir einen seriösen Anspruch. Es gibt noch vieles, dass nicht aufgeklärt ist.

Seit wann beschäftigt Sie dieses Thema?

Knörr Seit meinem 16. Lebensjahr beschäftige ich mich mit rätselhaften Dingen, mittlerweile 24 Jahre lang. Die Bücher von Erich von Däniken haben mich fasziniert, seine Theorie, dass die Außerirdischen früher auf der Erde waren und unsere Entwicklung beeinflusst haben.

Es gibt verschiedene Stufen des Glaubens an Außerirdische. Dass es irgendwo Leben im All gibt, glauben ja auch viele Wissenschaftler. Manche Leute glauben, dass die "Aliens" schon unter uns sind? Was meinen Sie?

Knörr Also, dass die Außerirdischen "unter uns" sind, glaube ich nicht. Aber ich halte es für wahrscheinlich, dass sie früher die Erde besucht haben. Denn die Hinweise dahingehend sind erdrückend.

Haben Sie schon eine Sichtung erlebt, die nicht erklärt werden konnte?

Knörr Nein, aber ich kenne Menschen, denen das passiert ist.

Es gibt die Theorie, dass Gesellschaften, die den interstellaren Raum erobert haben, auch geistig hochentwickelt, weise und friedlich sein müssen.

Knörr Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass jemand Millionen von Lichtjahren zurücklegt, nur um hier Ärger zu machen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie wir Menschen beim ersten Kontakt reagieren werden.

Stefan Gilsbach führte das Interview.

(RP/rl/csi)