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Tödliche Schlägerei am Moerser Bahnhof: Geldstrafen für Beteiligte

Tödliche Schlägerei am Moerser Bahnhof : Geldstrafen für Beteiligte

Am 9. November 2019 starb ein Mann bei einer Auseinandersetzung um Drogen. Der Haupttäter war im Juli 2020 zu sieben Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Im Prozess um eine tödliche Auseinandersetzung an der Homberger Straße am 9. November 2019, bei der ein Mann nach zwei Messerstichen verstorben war, wurde am Donnerstag das Verfahren gegen vier an der Schlägerei beteiligte Männer aus Moers und Duisburg, 18 bis 22 Jahre alt, durch Beschluss der Jugendkammer des Landgerichts Kleve eingestellt.

Der Haupttäter war im Juli 2020 zu sieben Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Zwei der Beteiligten müssen eine Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro zahlen, ein dritter Beschuldigte 1500 Euro. Das Verfahren gegen den vierten Beschuldigten wurden gegen Einbeziehung von drei rechtskräftigen Verurteilungen eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatte den vier Angeklagten gefährliche Körperverletzung in Tateinheit mit Beteiligung an einer Schlägerei vorgeworfen. Am ersten Prozesstag standen die Aussagen der Mittäter im Mitelpunkt. Zwei der Angeklagten scheinen mit dem Haupttäter zu einem Kiosk gegangen sein, um bei dem Freund des Opfers Tilidin zu erwerben, ein starkes Schmerzmittel, das als Droge im Trend liegt. Das Geschäft kam nicht zustande.

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Die Angeklagten auf Täterseite sprachen vor Gericht von „Backpfeifen“, „Schlägen“, dem Herumfuchteln mit einem Messer ihnen gegenüber. Die drei Männer sollen danach weggegangen sein und sich zu Hause bewaffnet haben. Dann ließen sie sich vom Bruder eines der Angeklagten zurück zur Homberger Straße fahren. Dort kam es dann zur Konfrontation.

Unklar war geblieben, wer wen durch sein Auftreten und seine Bewaffnung zuerst provozierte und wie das Kampfgeschehen mit den verschiedenen Waffen wie Pfefferspray, Messern und Schlagstöcken im Detail stattfand.