Tipps vom Experten: Mit dem Fahrrad in den Frühling starten

Tipps vom Experten : Mit dem Fahrrad in den Frühling starten

Die warmen Temperaturen bescheren einen frühen Start in die Fahrradsaison. Michael Schöter von „2 Rad Eck“ weiß, wie man das Rad aus seinem Winterschlaf holt. Der ADFC startet seine ersten Touren.

Während um diese Jahreszeit normalerweise graues, kaltes Wetter herrscht, laden dieses Jahr schon jetzt strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen dazu ein, das Fahrrad aus dem Schuppen zu holen und für die erste Tour oder den täglichen Gebrauch fit zu machen.

Nach der Winterpause ist das Fahrrad oft verstaubt und vielleicht etwas eingerostet. Damit dem unbesorgten Fahren nichts im Wege steht, sollte das Zweirad einem kleinem Sicherheitscheck unterzogen werden. Um es von Staub und Dreck zu befreien, reichen ein feuchter Schwamm und etwas Spülmittel.

Sorgfältig überprüft werden sollten die Kette, die Reifen und die Bremsen. „Zunächst sollte geprüft werden, ob die Kette noch gespannt ist“, erklärt Michael Schöter vom Fahrradhandel „2 Rad Eck“. „Danach sollte man schauen, ob sie noch ausreichend geschmiert ist und sie gegebenenfalls ölen.“ Eine gut geölte Kette schafft nicht nur lästigem Quietschen und Rost Abhilfe, sondern beugt auch Brechen oder Reißen der Kette vor.

„Wichtig ist außerdem darauf zu achten, dass der Luftdruck der Reifen stimmt“, erzählt der Fahrradexperte weiter. Seiner Einschätzung nach fahren um die 80 Prozent der Menschen mit dem falschen Reifendruck. Dabei ist der Druck wichtig für den Fahrkomfort und auch die Unversehrtheit des Reifens. Welcher Luftdruck der richtige ist, ist unterschiedlich und an der Reifenaußenseite abzulesen. Michael Schöter empfiehlt Luftpumpen mit Manometer, mit denen sich der Luftdruck beim Aufpumpen kontrollieren lässt.

Auch Karl-Heinz Degen, Vorsitzender des ADFC Neukirchen-Vluyn /Moers weiß, dass man das Zweirad regelmäßig auf seine Funktionstüchtigkeit testen sollte. „Beim Anfahren kann man testweise bremsen und kontrollieren ob Bremsen noch greifen. Außerdem sollte man sich die Bremsbeläge ansehen, ob diese vielleicht verschlissen sind.“

Zu prüfen ist auch, ob die Lichtanlage noch funktioniert und ob alle Schraubverbindungen fest sind. Möchte man die Schrauben selbst festdrehen, ist unbedingt der richtige Drehmoment einzuhalten. „Das ist sicherheitsrelevant“, sagt Schöter. Wer sich damit nicht auskenne, sollte das Festziehen den Experten überlassen. Überdrehte Schrauben können das Rad beschädigen.

Wer den Frühjahrscheck lieber vom Experten machen lassen möchte, sich unsicher ist oder Mängel festgestellt hat, für den ist jetzt der richtige Zeitpunkt, eine professionelle Wartung durchführen zulassen. Viele Fachhändler bieten Inspektionen an. 45 Euro seien ein guter Richtwert für die Wartung, sagt Schöter. „Fahrräder werden immer teurer“, sagt der Zweiradexperte. „Diese Investition sollte es einem daher einmal im Jahr wert sein, um möglich lange etwas vom Rad zu haben.“

E-Bikes sollten auf dieselben Punkte kontrolliert werden, wie normale Fahrräder. Jedoch muss der Akku bereits über den Winter gepflegt werden. „Der Akku sollte über den Winter zu 40 bis 50 Prozent geladen sein, damit er sich nicht tiefenentleert und bei einer Temperatur zwischen zehn bis 20 Grad Celsius gelagert werden“, erklärt Schöter. Auf E-Bikes beziehungsweise Pedelecs, sattelten immer mehr Menschen um. Diese Elektrofahrräder sind tretunterstützend, sie unterstützen den Fahrer also, wenn er selbst in die Pedale tritt. Ist das Fahrrad frühlingsfit gemacht und spielt das Wetter weiterhin mit, stehen den Fahrradtouren nichts mehr im Wege. Die ADFC-Ortsgruppe Neukrichen-Vluyn/Moers startet am 9. März ihre erste Tour zum Gut Heimendahl.