TEDx: Innovations-Konferenz kommt nach Moers

Neues Vortragsformat feiert Premiere : Innovations-Konferenz kommt nach Moers

Am 10. Januar startet das TEDx-Format im „Eurotec looop“. Ziel ist es, eine lokale Plattform für das Teilen von Ideen zu schaffen.

In Köln, Venlo oder Düsseldorf ist das Format „TEDx“ bereits etabliert. In der Landeshauptstadt lockte es vor einigen Wochen 1200 Besucher in die Tonhalle. Jetzt erreicht die Idee Moers. Beim ersten „TEDx“ stellen am 10. Januar ab 15 Uhr sechs Personen ihre Ideen in der Lichthalle des Eurotec-Loop-Geländes vor. 90 Karten sind bereits verkauft. Die restlichen zehn verlost die Volksbank Niederrhein.

„Wir haben im Juli den Verkauf begonnen“, berichtet Lena Schwarz, die im Moerser TEDx-Team für die Finanzen zuständig ist. „Bereits im September hatten wir alle Karten abgegeben.“ Das Team um Lizenznehmer Noel Schäfer hätte erheblich mehr Karten verkaufen können. Aber zur Premiere hatte es nur eine Lizenz für 100 erhalten. Ist es doch ein Merkmal des Vortragsformats TEDx, das ein Ableger der größeren TED-Konferenzen ist, nur langsam zu wachsen, um eine hohe Qualität zu sichern. Wie bei den TED-Konferenzen, die zum ersten Mal 1984 von Richard Saul Wurman in den USA ins Leben gerufen wurden, sollen bei den kleineren TEDx-Konferenzen Vordenker aus verschiedenen Bereichen zusammentreffen, um Wissen zu streuen und zu verbreiten, zum Beispiel aus der Technologieentwicklung oder dem Design.

In Moers startet das neue Format mit dem „Speaker“ Reinhard Ematinger. Der Dozent und Autor aus Heidelberg spricht 18 Minuten lang darüber, wie wichtig es ist, Unternehmen als Team zu gründen. „Yes, No, Simple“ titelt er seinen Vortrag. „18 Minuten ist die optimale Redezeit, wie Untersuchungen ergeben haben“, erläutert Noel Schäfer. „Dann hören die Zuhörer am besten zu. Alle Redner verzichten auf ein Honorar. Das ist ein Grundsatz des Formats.“

Dem ersten Redner folgt eine Rednerin, weil beim neuen Format auf Ausgleich geachtet wird, nicht nur beim Geschlecht, sondern auch beim Alter. Tanzpädagogin Sandra Wurster stellt ihre These vor, wie Menschen mehr mit sich zufrieden sind. Nachdem die ersten beiden Redner gesprochen haben, schließt sich eine Pause an. „Die Besucher können sich austauschen und den Rednern in kleiner Runde Fragen stellen“, sagt Moderator Roland Donner. Nach der Pause spricht Katrin Knur. Die Klimaschutzmanagerin referiert über den ökologischen Fußabdruck. Dann spricht Lennart Fischer aus Moers. Der 17 Jahre alte Schüler, der in einem halben Jahr sein Abitur ablegt, hat 2018 die Moers-App entwickelt. Bei „Apple Scholarship 2018“ zählte er weltweit zu 350 Schülern, die zum Apple-Hauptsitz nach San Francisco eingeladen wurden. Nach dem vierten Redner schließt sich erneut eine Pause an, bevor die fünften und sechsten Redner sprechen. „Die letzten beiden Speaker stehen noch nicht fest“, berichtet Kim Walter, die im TEDx-Moers-Team für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Im Dezember geben wir sie auf unserer Internetseite bekannt. Die Adresse lautet www.tedxmoers.de.“

„TEDx soll es einmal im Jahr in Moers geben“, blicken Kate Manon Sio und Susanne Kunath in die Zukunft, die im TEDx-Team für Design und Gestaltung zuständig sind. Diese Zukunft hängt auch von den Besuchern ab, die bewerten sollen, wie sie die Premiere des neuen Formats am zweiten Freitag im Januar gefunden haben.