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Tankstellen-Räuber schlagen in Moers zweimal hintereinander zu

Polizei bildet Ermittlungskommission : Tankstellen-Räuber schlagen zweimal zu

Vermutlich dieselben Täter haben am Wochenende innerhalb von zwei Stunden zwei Tankstellen in Moers überfallen. Schon am Donnerstag hatte es einen ähnlichen Überfall gegeben. Die Polizei hat eine Ermittlungskommission eingeschaltet.

Dreister Doppelüberfall in Moers: Innerhalb von zwei Stunden haben Unbekannte zwei Tankstellen ausgeraubt. Aufgrund von Parallelen in den Tatabläufen und Übereinstimmungen bei den Beschreibungen der Räuber geht die Polizei davon aus, dass es sich möglicherweise um dieselbe Tätergruppe handelte. „Wir haben eine Ermittlungskommission gebildet, um Zusammenhängen nachzugehen“, sagte Polizeisprecherin Andrea Margraf am Montag.

Der erste Überfall ereignete sich am Freitag (6. März) kurz vor 23 Uhr an der Aral-Tankstelle an der Römerstraße. Zwei Männer und eine Frau forderten von den beiden weiblichen Angestellten (56 und 57 Jahre alt) Geld; von einem „bedrohlichen Ton“ der Täter spricht die Polizei. Einer habe zudem mit einer schwarzen Pistole auf eine Mitarbeiterin gezielt. Der Mann sprang über den Tresen, nahm Geld aus zwei Kassen und stopfte es in einen Stoffbeutel. Das Trio lief in Richtung Asberg weg. Die Männer, die deutsch mit ausländischem Akzent gesprochen haben sollen, waren ungefähr 20 Jahre alt, die Frau deutlich jünger. Alle drei waren mit Tüchern maskiert.

Westfalen-Tankstelle Rheinberger Straße. Sie wurde am Samstag, 0.18 Uhr, von Räubern heimgesucht. Foto: Julia Hagenacker

Täterbeschreibung: 1. Täter mit Schusswaffe: 1,80 Meter groß und 20 Jahre alt, helle Haut, sprach deutsch mit Akzent, rundes Gesicht, schlanke Figur. Er trug eine schwarze Wintermütze, schwarzer Schal, der ins Gesicht gezogen war, schwarze Jacke mit weißem Symbol auf der linken Brust und einen markanten horizontalen Knick auf dem Rücken in Höhe der Schultern und weiße Handschuhe.

Shell-Tankstelle Uerdinger Straße. Drei Täter überfielen sie am Donnerstag, 20.55 Uhr. Foto: juha

2. Vermutlich Frau, etwa 1,65 Meter groß, die kleinste der drei Personen, hat nicht gesprochen. Sie trug eine schwarze Mütze, schwarze Jacke mit Kapuze und einen dunkel gemusterten Schal, den sie ins Gesicht gezogen hatte.

3. Der dritte Täter hatte helle Haut und sprach deutsch mit türkischem Akzent. Er trug eine dicke, schwarze Jacke, vermutlich der Marke Wellensteyn, mit gelbem Emblem am Ärmel, sowie eine dunkle Hose mit großer weißer Aufschrift am linken Hosenbein und weiße Handschuhe.

Keine zwei Stunden später wurde die Polizei wegen eines weiteren Überfalls alarmiert, diesmal auf die Westfalen-Tankstelle an der Rheinberger Straße in Eick. Drei Unbekannte hatten die Tankstelle betreten, als der Kassierer gerade die Zigarettenregale auffüllte. Einer der Täter zog eine Pistole, kletterte über den Tresen und forderte Geld. Die beiden anderen gingen durch einen Zugang in den Kassenbereich.

Nachdem der Angestellte die Kasse geöffnet hatte, nahmen zwei der Täter das Geld, während der dritte Zigaretten aus dem Regal stahl. Dann rannte das Trio über die Rheinberger Straße in Richtung Moers weg.

Beschreibung: 1. 1,80 Meter groß, trug eine Sturmhaube, einen schwarzen Kapuzenpullover mit weißer Aufschrift auf der Brust, eine blaue Jeans, weiße Handschuhe und schwarze Sneaker. Er führte eine Schusswaffe mit sich.

2. 1,70 Meter groß, bekleidet mit einer dunklen Kapuzenjacke, trug ein schwarz-weiß-gemustertes Tuch über Mund und Nase, dunkle Handschuhe, eine schwarze Jogginghose der Marke Adidas mit drei weißen Streifen an der Seite und dunkle Schuhe.

3. 1,65 Meter groß, trug eine schwarze Kapuzenjacke, einen weißen Mundschutz, eine dunkelblaue Jeans, dunkle Handschuhe und führte einen dunklen Rucksack mit sich.

 Bereits am Donnerstag (5. März) hatte es, wie berichtet, einen Tankstellenüberfall auf die Shell-Tankstelle auf der Uerdinger Straße gegeben. Die Polizei habe noch keine Hinweise auf die drei Täter, hieß es am Montag. Sie waren mit Schals maskiert und bedrohten zwei Mitarbeiterinnen der Tanke. Mit der Pistole am Kopf einer der Frauen forderte einer der Täter Geld. Ein Zweiter hielt der Frau einen geöffneten Rucksack hin. Die Räuber flüchteten allerdings überstürzt im Glauben, eine der Angestellten hätte einen Alarm ausgelöst. Auf der Flucht nahmen sie Zigarettenpackungen aus der Auslage mit.

Diesmal sollen die Täter akzentfreies Deutsch gesprochen haben. Die Beschreibung:

1. 18 bis 20 Jahre alt, 1,80 Meter groß, schlanke Figur. Er trug einen schwarzen Pullover, Mütze und eine Jeans. Dieser Unbekannte drohte mit einer schwarzen Pistole.

2. 18 bis 20 Jahre alt, bekleidet mit dunkler Kleidung und einer Mütze. Dieser Mann trug einen schwarzen Rucksack.

3. 18 bis 20 Jahre alt, 1,60 Meter groß und schlank, trug eine weiße Sweatshirtjacke und Jeans, hielt ein Brotmesser mit braunem Griff in der Hand.