Kamp-Lintfort: Studenten entwickeln Logo für die Stadt

Kamp-Lintfort: Studenten entwickeln Logo für die Stadt

In einem Wettbewerb haben Studenten des Studiengangs Informations- und Kommunikationsdesign der Hochschule Rhein-Waal ein Corporate Design für Kamp-Lintfort entwickelt. Saskia Rühmkorf gewann mit ihrem Entwurf.

Intelligenter kann man ein K nicht zu einem KL machen: Darin war sich die Jury einig, die gestern die drei besten aus insgesamt 24 Entwürfen für ein neues und modernes Corporate Design für Kamp-Lintfort auswählten. Saskia Rühmkorf, die im vierten Semester Informations- und Kommunikationsdesign an der Hochschule Rhein-Waal studiert, setzte sich mit ihrem Entwurf durch. "Es ist nicht leicht, ein Zeichen für Kamp-Lintfort zu finden, bei dem alles unter einen Hut passt: Kloster, Bergbau, Historie und Zukunft", sagt die Studentin, die aus Hildesheim zum Studium an den Niederrhein kam.

Sie konzentrierte sich bei der Ideensuche auf das K, dem Anfangsbuchstaben der Stadt. "Und im K steckt ja schon ein L drin", sagt sie und zeigt auf den Entwurf, der mit beiden Buchstaben spielt. 8000 Euro Preisgeld war der Stadt der Siegerentwurf wert. Der zweite Preis ging an René Roeterink (2000 Euro), der dritte an Fabien Heide (1000 Euro). Die Initiative zu diesem Wettbewerb ging von der Stadtverwaltung aus. "Das neue Logo und das Design sollen die neue Identität Kamp-Lintforts widerspiegeln und für den Strukturwandel in der Stadt stehen", sagte Bürgermeister Christoph Landscheidt bei der Preisverleihung. Ziel ist es, dass Informationen und Broschüren der Stadt durch das neue Erscheinungsbild einen Wiedererkennungswert erhalten, den es bisher nicht gibt. "Wir verwenden bislang die verschiedensten Farben, Logos und Gestaltungen". Ein halbes Jahr hatten Saskia Rühmkorf und ihre Kommilitonen Zeit für die Entwicklung ihrer Entwürfe. Mit Professor Christoph Zielke, der die Studenten in dem Prozess begleitete, analysierten die Design-Studenten zunächst, was das neue Design leisten soll und was Kamp-Lintfort für die unterschiedlichen Zielgruppen ausmacht. Dazu fanden Workshops mit Vertretern aus Politik und Verwaltung statt. Anhand dieser Eindrücke erarbeiteten sie schließlich 24 unterschiedliche Entwürfe für einen neuen Auftritt der Stadt. Die Jury tagte gestern. Sie bestand aus Experten der Verwaltung, der Politik und der Hochschule Rhein-Waal. Verstärkt wurde die Jury bei der Abschlusspräsentation durch zwei namhafte Design-Experten: Klaus Hesse, Dekan der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, und Christopher Wiehl, Inhaber der Corporate-Design-Agentur Paar-Piloten aus Düsseldorf. Wie der Bürgermeister betonte, profitieren sowohl Stadt als auch Hochschule von der Kooperation. "Wenn wir ein Büro beauftragt hätten, wäre die Auswahl nicht so groß gewesen", betonte Landscheidt. Saskia Rühmkorfs Entwurf bekommt jetzt den letzten Feinschliff. Im Laufe des nächsten Jahres wird sich ihre Idee auf Briefköpfen, auf der Internetseite und auf Broschüren wiederfinden.

(RP)
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