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Rheurdt: Storch wird wohl in Rheurdt bleiben

Rheurdt : Storch wird wohl in Rheurdt bleiben

Der Vogel hat das künstliche Nest am Reitplatz weiter ausgebaut.

Rund einen Monat ist es her, dass ein Storch sich auf einem künstlichen Nest in Rheurdt niedergelassen hat. Und er hat offenbar vor, dort zu bleiben. "Der Storch fühlt sich wohl, er hat das Nest ausgebaut", berichtet Petra Tißen, die Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins. Deren Mitglieder hatten vor zwei Jahren das Nest neben dem Reitplatz an der Kirchstraße aufgestellt. Zwei Störche aus Plastik wurden darauf platziert. Das Ganze war eigentlich als Scherz gedacht. Doch offensichtlich haben die künstlichen Artgenossen den echten Vogel angelockt.

Vermutlich handelt es sich bei dem Storch um ein Männchen, das nun auf sein weibliches Gegenstück wartet. "Wir haben mit Herrn Ulrich Bongartz von der Kreisverwaltung gesprochen", berichtet Tißen. Er habe geraten, einen der Vögel abzumontieren, weil dies Weibchen abschrecken könne. Einer der "Pappkameraden" ist aber geblieben, denn diese scheinen den Storch an das Nest zu binden. Ruth Keuken, Sprecherin des Kreises Kleve, erklärt: "Wir wissen, dass der Storch in Arnheim beringt worden ist. Da er sich ständig am Nest aufhält, stehen die Chancen gut, dass er bleiben wird." Für die Paarung mit einem Weibchen ist die Zeit allerdings in diesem Jahr schon abgelaufen.

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Natürlich war der Vogel in den ersten Tagen nach seinem Auftauchen eine Attraktion. Die Aufregung habe sich ein wenig gelegt, so Tißen. Interessant ist die Ankunft des Vogels besonders für die Schaephuysener, die mit der Störchen "Luzie" oder "Adele" über ein eigenes Maskottchen verfügen. Allerdings lässt sich die Storchendame seit einigen Jahren nur einige Wochen zum Jahreswechsel sehen und hat bislang noch kein Domizil bezogen, obwohl dank Sponsoren und engagierten Bürgern eigens ein Nest in der Nähe des Regenrückhaltebeckens gebaut wurde.

Bleibt nur die Hoffnung, dass "Luzie" und der Storchenmann sich eines Tages zusammentun. Das würde Rheurdter und Schaephuysener gleichermaßen freuen.

(s-g)