Serie Rheinische Post Und Sparkasse Duisburg Stellen Den Hochschulstandort Vor: Stipendium für gute Studienleistungen

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Vera Hillen (37) und Christina Jörres (23) sind Deutschland-Stipendiatinnen an der Hochschule Rhein-Waal. Sie stecken die finanzielle Anerkennung – halb vom Bund und halb von privaten Donatoren – aktuell vor allem in ihr Auslandssemester.

Vera Hillen (37) und Christina Jörres (23) sind Deutschland-Stipendiatinnen an der Hochschule Rhein-Waal. Sie stecken die finanzielle Anerkennung — halb vom Bund und halb von privaten Donatoren — aktuell vor allem in ihr Auslandssemester.

Vera Hillen aus Rheurdt hatte sich trotz Familie und Beruf für ein Studium an der Hochschule entschieden. Foto: kdi

Kamp-Lintfort Durch eine E-Mail haben Vera Hillen und Christina Jörres von dem Deutschlandstipendium erfahren, die Ausschreibung ging über den Hochschulverteiler. 300 Euro monatlich für sehr gute Studienleistungen — ein interessantes Angebot für die beiden Studierenden mit Einser-Notendurchschnitt. Die Bewerbungsformulare waren schnell ausgefüllt, die Zusage kam für Vera Hillen wenig später im Sommersemester 2013, bei Christina Jörres hat es beim zweiten Versuch im vergangenen September geklappt. Jetzt haben beide eine Verlängerung beantragt. Das Fördergeld, 150 Euro vom Bund und weitere 150 Euro von privaten Stiftern, nutzen beide Studentinnen der Hochschule Rhein-Waal derweil in erster Linie, um das Auslandssemester in den Niederlanden und Neuseeland zu finanzieren. Wir stellen die Stipendiatinnen vor.

Der Grafschafter traf Vera Hillen auf dem Campus in Kamp-Lintfort. Obwohl die Arbeitspsychologie-Studentin im sechste Semester aktuell einen Kurs an der Business School in Arnheim belegt, pendelt sie fast täglich ins heimische Rheurdt. Denn die 37-Jährige arbeitet neben dem Studium nicht nur zwölf Wochenstunden in ihrem gelernten Job als medizinisch-technische Assistentin im Malteser Krankenhaus in Homberg. Sie ist außerdem Ehefrau und Mutter von drei Söhnen: Nicht zu unterschätzende Herausforderungen "im eigenen Lebens- und Bildungsweg", wie sie das Deutschlandstipendium neben guten Noten fördert.

"Ich habe früh Kinder bekommen, wollte aber immer mehr als ,nur' eine Ausbildung machen", sagt Hillen. Als die Hochschule in Kamp-Lintfort Einzug hielt, habe sie die Chance ergriffen — "räumlich und finanziell gut für mich und meine Familie zu bewältigen."Das Stipendiengeld kann sie dennoch sehr gut gebrauchen. Die Fahrerei nach Arnheim macht sich im Portemonnaie bemerkbar, den anderen Teil investiert sie in die Bildung der Kinder: Musikschule, Sprachkurs, Sport. Als Dankeschön. "Meine Familie muss einiges aushalten. Ich übe alle Präsentationen am Abend vorher zu Hause, meinen Stress während der Klausurphasen müssen sie außerdem ertragen", sagt die 37-Jährige.

Sollte das Stipendium verlängert werden, kann sie den Master in International Management and Psychology anhängen. Auch Christina Jörres hat im Februar einen Antrag auf weitere Förderung durch das Deutschlandstipendium verschickt. Ob sie nach dem Abschluss des Information and Communication Design-Studiums im Februar 2015 weiter studiert, hat die 23-Jährige noch nicht für sich entschieden. Eine Möglichkeit: "Ich bewerbe mich direkt bei Designagenturen, um zu arbeiten. Vielleicht packe ich auch meine Sachen und reise durch die Welt", schreibt sie aus Neuseeland. Dort ist sie für ein Auslandssemester an der Auckland University of Technology, an den Wochenenden nutzt sie die freie Zeit zum Reisen. Finanziell abgesichert ist sie durch das Stipendiengeld. "Als alle Rechnungen kamen — Studiengebühren, Wohnheim, Visum — war ich schon etwas überwältigt." Ende Juli kommt sie zurück an die Hochschule Rhein-Waal, um ihre Bachelorarbeit zu schreiben.

(kno)
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