Stimmungsvolles Weihnachtskonzert mit „Cantare Repelen“

Konzert in Moers : Stimmungsvolles Weihnachtskonzert mit „Cantare Repelen“

Zum Weihnachtskonzert lud der Frauenchor „Cantare Repelen“ am Dienstagabend in die schöne evangelische Dorfkirche nach Repelen ein. Klassische Chormusik, vor allem nationale und internationale Weihnachtslieder, standen auf dem eineinhalbstündigen Programm.

Entsprechend besinnlich und stimmungsvoll ging es zu in dem vollbesetzten Gotteshaus.

„Cantare Repelen“, wie der Gesamtchor heißt, war mit den Formationen „Da Capo“ und „Collegium Vocale“ am Start. Während der erstgenannte Chor den ab 60-Jährigen und einer eher volkstümlich ausgerichteten Musik vorbehalten bleibt, haben sich im zweiten Vokalensemble Sängerinnen aller Altersgruppen zusammengefunden, die ein Repertoire von der klassischen Chormusik bis zu Uraufführungen der modernen Chorliteratur pflegen. Entsprechend abwechslungsreich war das Programm unter Federführung des Chorleiters Hermannjosef Roosen zusammengestellt.

Begonnen wurde mit der „Friedenshymne“ von Gerhard Rabe, in der die Geschichte von der italienischen Friedensglocke „Maria Dolens“ musikalisch erzählt wird. Es folgte Franz Schuberts „Psalm 23 – Gott ist mein Hirte“. Mit zwei Liedern von Hermann Schroeder fand der Chor „Da Capo“ dann eine Überleitung zum Liedgut der Adventszeit, vorgetragen vom „Collegium Vocale“.

Vier der Titel waren weniger bekannt, dafür aber umso herausfordernder und anspruchsvoller für Interpreten und Zuhörer. Roosens Ankündigung, das „Ave Maria“ von Michael Head, sei zwar schwer zu singen, würde aber gefallen, traf genauso zu. Ein weiteres „Ave Maria“, vom polnischen Komponisten Michal Lorenc, sollte eigentlich von der Sopranistin Antonia Weyers vorgetragen werden, die aber krankheitsbedingt absagen musste. Stattdessen spielten Christoph Greven (Klavier) und Jasper Sitte (Violine) die Vertonung nur instrumental. Und noch ein weiteres Mal trugen die beiden das „Ave Maria“ vor: diesmal in der wohl bekanntesten Vertonung von Bach/Gounod.

Zwischendurch las Christa Gross die Weihnachtsgeschichte „Die stille Zeit im Jahr“ von Karl Heinrich Waggerl und „Da Capo“ sang ein vierteiliges Potpourri bekannter Weihnachtsmelodien, darunter „Hell vom Turm die Glocken künden“ und „Adeste fidelis“ beide von Manfred Bühler. Zum Schluss sang der Chor vom „Collegium Vocale“ noch vier internationale Weihnachtssongs, „die man alle aus dem Radio kennt“ (Roosen) im Halb-Playback, darunter das amerikanische Weihnachtslied „Little Drummer Boy“, das von Bing Crosby und David Bowie bis Boney M. wohl schon jeder und jede gesungen hat.

Das „wirkliche“ Finale aber gehörte dem spanischen Weihnachtslied „Feliz Navidad“, das 1970 von dem Sänger und Gitarristen José Feliciano geschrieben und im Latin-Rhythmus komponiert wurde. Hier sangen nun alle – auch das Publikum – und tanzten viele und sorgten so für eine Stimmung noch ganz anderer Art.