Gymnasium Adolfinum in Moers Virtueller Austausch mit Hurrelmann

Moers · Ungewöhnlichen „Besuch“ konnten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Adolfinum begrüßen. Der Wissenschaftler Klaus Hurrelmann schaute zum virtuellen Austausch vorbei.

 Virtuellen Besuch erhielten die Schülerinnen und Schüler des Moerser Adolfinum von dem Wissenschaftler Klaus Hurrelmann.

Virtuellen Besuch erhielten die Schülerinnen und Schüler des Moerser Adolfinum von dem Wissenschaftler Klaus Hurrelmann.

Foto: Gymnasium Adolfinum

Der deutsche Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswissenschaftler Klaus Hurrelmann erschien als virtuell auf die Wand projiziertes Bild in der Aula des Gymnasiums Adolfinum. Dazu kam es, da der deutsche Wissenschaftler „einen wunderbaren Ruf“ an der Schule genieße, erklärte die Pädagogiklehrerin Anna Müller. Zwei Schüler hatten Klaus Hurrelmann bereits wegen Hilfe zu einer Facharbeit angefragt und so kam es zu einem Austausch der Schule mit dem Wissenschaftler. Im Voraus hatten die beiden Pädagogik Leistungskurse der Q1 und ihre Lehrerinnen Anna Müller, Charlene Gelen und die Referendarin Jessica Klein in den Pädagogikkursen Fragen gesammelt, die sie nun dem deutschen Wissenschaftler stellen wollten.

Im Unterricht hatten sie zuvor das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung, bei dem es um das Jugendalter und die Identitätsbildung sowie den Sozialisationsprozess junger Menschen geht, besprochen. Hierbei muss der Mensch bestimmte Entwicklungsaufgaben bewerkstelligen. Um den Kindern dieses Modell näher zu bringen, wurde das Beispiel der Corona-Pandemie als Illustrator herangezogen, nachdem Hurrelmann sein Modell nochmal erläutert hat. Schwerpunkt waren hierbei die Folgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche und die damit einbegriffene große Ungleichheit, die entstanden ist. Themen wie Leistungssteigerung und die Steigerung der digitalen Kompetenzen, aber auch Suchtverhalten, psychische Spannungen und Beziehungsprobleme wurden aufgegriffen. So konnte den Schülern etwas „Erfahrbares und Nahbares“ vermittelt werden, erläuterte Anna Müller. „Es war sehr schön nicht nur den Theoretiker sondern auch die Person dahinter kennenzulernen“, ergänzte die Pädagokiklehrerin, als sie am Ende Klaus Hurrelmann ihren Dank aussprach. Sie bezeichnete den Austausch als „unglaublich gewinnbringend“. „Es ist ein großer Erfolg fürs nachhaltige Lernen“, fügte sie schließlich hinzu. „Die Schüler merken, dass ihre Fragen wichtig sind“, ergänzte Referendarin Jessica Klein. Doch nicht nur die Lehrerinnen zeigten Klaus Hurrelmann ihre Dankbarkeit. Auch die Schülerinnen und Schüler applaudierten kräftig und bedankten sich für den Austausch.

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