Grafschafter-Gymnasium in Moers Literaturkursus, Anti-Rassismus-Workshop und Stolpersteine

Alltags-Rassismus ist ein Thema, auch am Moerser Innenstadt-Gymnasium. Wie sich ein Projektkurs damit auseinandergesetzt hat und wo sich die Schulgemeinschaft sonst noch engagiert.

 Ein Theaterstück von Agatha Christie führte der Literaturkursus des Grafschafter Gymnasiums auf.

Ein Theaterstück von Agatha Christie führte der Literaturkursus des Grafschafter Gymnasiums auf.

Foto: Julia Hagenacker

THEATERSTÜCK Um die Ermordung der berühmten Wissenschaftlerin Madame Claire Amory ging es in einem Theaterstück von Agatha Christie, das der Literaturkurs des Grafschafter Gymnasiums insgesamt zweimal aufgeführt hat. In der zweiten Hälfte des Schuljahres haben die Schüler und Schülerinnen unter Leitung der beiden Literaturlehrerinnen Andrea Deveci und Melissa Niederhauser dieses Theaterstück auf die Beine gestellt. Das Publikum zeigte sich an beiden Aufführungstagen redlich begeistert von der Leistung der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler.

RASSISMUS-WORKSHOP Der Projektkurs „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Grafschafter Gymnasium hat in diesem Jahr einen Workshop zum Thema Rassismus entwickelt. In dem Workshop werden Fragen rund um das Thema besprochen. Was ist eigentlich Rassismus und wie gehe ich damit um? „Das Thema Alltags-Rassismus rückt immer mehr ins gesellschaftliche Bewusstsein und ist auch ein Thema an unserer Schule. Der Workshop bietet die Gelegenheit, sich auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, teilte das Gymnasium mit.
STOLPERSTEINVERLEGUNG Am 14. Juni gestalteten Schülerinnen der Q1 in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers und dem Verein Erinnern für die Zukunft eine Stolpersteinverlegung für die Familie Leiss. Für drei weitere Mitglieder der Familie, die von dem NS-Regime getötet wurden, wurde ein Stolperstein zum Gedenken vor dem Haus der Familie an der Ruhrstraße 76 verlegtt. Die Schülerinnen beschäftigten sich intensiv mit den Schicksalen der drei jungen Menschen Felix Leiss, Johanna und Wilhelm Christen, die im Konzentrationslager Sachsenhausen im Jahr 1943 ermordet wurden. Sie wurden nur 28, 26 und 22 Jahre alt. Johanna Christen, geborene Leiss, war zurzeit ihrer Ermordung schwanger. Im Februar 2023 ist eine Gedenkstättenfahrt nach Sachsenhausen geplant.

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