Moers: Maes will Superintendent in Düsseldorf werden

Moers : Maes will Superintendent in Düsseldorf werden

Pfarrer der evangelischen Stadtkirche Moers ist in der engeren Auswahl. Düsseldorfer Synode entscheidet am 17. November.

Torsten Maes, Pfarrer der evangelischen Gemeinde Moers, bewirbt sich um die Stelle des ranghöchsten Protestanten im Kirchenkreis Düsseldorf. Am 17. November wird die Synode in Düsseldorf über die Stellenbesetzung entscheiden. Eine Findungskommission hat Maes unter mehreren Bewerbern ausgewählt und der Synode vorgeschlagen. Derzeit ist die Position in Düsseldorf unbesetzt, weil Superintendentin Henrike Tetz als Oberkirchenrätin zur Evangelischen Kirche im Rheinland gewechselt ist. Maes wird einen Gegenkandidaten haben: Synodalassessor Heinrich Fucks, der den Kirchenkreis Düsseldorf zurzeit kommissarisch führt.

Maes (54) ist seit zehn Jahren Pfarrer an der Stadtkirche, vorher war er zehn Jahre lang in Asberg tätig. Vor zwei Jahren bewarb er sich für die Stelle des hauptamtlichen Superintendenten im Kirchenkreis Moers, unterlag bei der Wahl aber Wolfram Syben. Im Gespräch mit unserer Zeitung unterstrich Maes, der auch bei den Moerser Rotariern aktiv ist, dass seine jetzige Bewerbung keine Entscheidung gegen Moers, sondern für Düsseldorf ist. „Die Stelle hier ist ausfüllend“, sagte er über seine derzeitige Arbeit. Es sei aber seine Überzeugung, dass es richtig sei, nach einiger Zeit die Stellen zu wechseln. Er glaube, in Moers „gute Leitungskompetenz“ erworben zu haben, um die Aufgabe in Düsseldorf erfüllen zu können. „Ich möchte nochmal auf einem anderem Feld arbeiten.“ Der Kirchenkreis Düsseldorf ist mit 116.000 Mitgliedern in 16 Gemeinden nur wenig größer als der Kirchenkreis Moers. Allerdings handelt es sich in der Landeshauptstadt um Stadtgemeinden. „Der dortige Kirchenkreis hat eine andere Struktur, er ist anders geprägt“, sagte Maes. Der Kirchenkreis Moers zählt 28 Gemeinden am Niederrhein zwischen Alpen und Friemersheim, mit insgesamt knapp 100.000 Mitgliedern.

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