Messerangriff auf 13-Jährigen in Moers – Prozess startet

Der Fall hat im April über Moers hinaus für Entsetzen gesorgt: Messerangriff auf 13-Jährigen in Meerbeck – Prozess startet

Der Fall hat im April weit über die Grenzen von Moers hinaus für Entsetzen gesorgt: Ein 13 Jahre alter Junge aus dem Irak, der erst seit ein paar Monaten mit seiner Familie in Moers lebt, wird an einem Donnerstagmorgen auf dem Weg zur Schule auf offener Straße in Meerbeck niedergestochen.

Der Täter flüchtete, der lebensgefährlich verletzte Junge schafft es noch, sich nach Hause zu schleppen und den Notruf zu Wählen. Ab Montag (3. Dezember, 9.30 Uhr, Amtsgericht Moers, Saal 106) steht der 32 Jahre alte, in Kuwait geborene Angeklagte wegen versuchten (Verdeckungs-)Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor der auswärtigen Strafkammer des Landgerichts Kleve.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte das Opfer

um das Bekanntwerden des durch ihn über mehrere Monate begangenen schweren sexuellen Missbrauchs zum Nachteil eines ca. 13-Jährigen Jungens zu verhindern, dem Kind – das dem Angeklagten angekündigt hatte, sich seiner Mutter und der Polizei zu offenbaren - aufgelauert und auf dem Hof einer Sparkasse in Moers am frühen Morgen des 12.04.2018 von hinten angegriffen und unvermittelt durch kräftiges Zustechen mit einem Messer in den Rücken niedergestochen haben. Das Kind, das in akute Lebensgefahr geriet (u.a. kollabierte die Lunge), konnte durch eine Not-Operation gerettet werden.

Der 33-Jährige sitzt seit April in Untersuchungshaft. Die Polizei konnte ihn noch am Tatabend anhand von Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen identifizieren, stürmte seine Wohnung, traf ihn dort aber nicht an. Der Iraker stellte sich am nächsten Tag selbst. Vor dem Haftrichter soll er Angaben gemacht haben. Er bestreitet die Tat.

Zum Termin am 03.12. sind 2 Zeugen und am 05.12.2018 sind 8 Zeugen geladen. Darüber hinaus wird ein Sachverständiger an der Hauptverhandlung teilnehmen.

Mehr von RP ONLINE