Frauenhandball, 2. Bundesliga: Zurück zu familiären Wurzeln

Frauenhandball, 2. Bundesliga : Zurück zu familiären Wurzeln

Frauen-Handball, 2. Bundesliga: Sabrina Romeike und Anika Henschel treten mit dem TuS Lintfort im Breisgau beim Aufsteiger HSG Freiburg an.

Die Stimmungslage unmittelbar nach der jüngsten Heimpleite gegen die Füchse aus Berlin war gedrückt. Die vielen individuellen Patzer blockierten das dringend benötigte mannschaftliche Miteinander, die maue Chancenverwertung bildete nur noch das I-Tüpfelchen auf einem gebrauchten Tag in der Meisterschaft. Schnellstmöglich muss nun dieser Ausrutscher korrigiert werden, denn eigentlich gibt es keinen Grund, Trübsal zu blasen. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort liegen mit 6:6 Punkten voll im Soll.

Und man ist geneigt zu sagen: Endlich steht wieder ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Denn die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein haben ihre beiden letzten Gastauftritte immerhin siegreich gestalten können. Diesmal heißt der Gegner HSG Freiburg. Der Anpfiff ist Samstag, 20 Uhr.

Der Tour ins Breisgau ist für gleich zwei TuS-Spielerinnen eine Rückkehr zu ihren familiären Wurzeln: Torhüterin Sabrina Romeike und Rückraumspielerin Anika Henschel haben in dieser Region das Handballspielen erlernt. So ist es für beide eine besondere Partie bei den Red Sparrows, den Roten Spatzen, sorgt für zusätzliche Motivation.

Freiburg hat sich als Aufsteiger bisher beachtlich verkauft. Der Verein strebt im ersten Jahr der Zugehörigkeit einzig den Klassenerhalt an. Dabei schwimmt die Mannschaft weiterhin auf einer Euphoriewelle und baut auf ihre Heimstärke. Gerade in der engen Halle mit den lautstarken Fans im Rücken herrscht regelmäßig eine hitzige Atmosphäre.

Die Gastgeberinnen gelten als eingespielte Einheit mit ausgeprägten kämpferischen Tugenden. In der Defensive werden während der 60 Minuten schon mal unterschiedliche Varianten ausprobiert, um den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen. In der Offensive läuft der Ball so lange, bis sich eine Möglichkeit zum Durchbruch ergibt. Nadine Czok ist dabei der „Leitspatz“.

„Für unseren eigenen Auftritt ist ganz entscheidend, dass wir eine stabile, gut geordnete Deckung stellen“, sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir benötigen in diesem Mannschaftsteil dringend Engagement, Disziplin und Laufbereitschaft.“ Und sie fügt hinzu: „Denn wir wissen auch, dass uns im Angriff nicht alles gelingen wird.“

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