Lokalsport: Zur Pause war die Messe bereits gelesen

Lokalsport : Zur Pause war die Messe bereits gelesen

Handball, Dritte Liga: TuS Lintfort deklassiert die TSG Eddersheim in eigener Halle mit 34:20 und hält Kontakt zur Spitze.

Die Pflichtaufgabe wurde in souveräner Manier gelöst: Die Handballerinnen des TuS Lintfort gaben sich im Aufstiegskampf keine Blöße, schlugen vor heimischer Kulisse die TSG Eddersheim auch in der Höhe verdient mit 34:20 (18:6). Die Anspannung in diesem Spiel sank bereits zu einem ganz frühen Zeitpunkt. Aufsteiger Eddersheim war gestern Nachmittag schlichtweg überfordert. Die Gäste kamen überhaupt nicht in Tritt, auch weil einige Stammkräfte wegen Verletzungen fehlten, darunter auch die Zweitligaerfahrene Rückraumschützin Sarah Dernbach.

Doch die TuS-Spielerinnen nahmen davon keine Notiz, konzentrierten sich ausschließlich auf sich selbst. Die Mannschaft schaffte es schnell die eigene Deckung zu positionieren und den Gegner aus dem Main-Taunus-Kreis zur Harmlosigkeit zu verurteilen. Lintfort zog früh davon (5:0/10:2/16:6), spielte und kombinierte nach Belieben. Die Vorentscheidung war somit schon mit dem Pausenpfiff gefallen. Für Lintfort war es in den zweiten 30 Minuten nicht einfach, sich zu motivieren und das Level auf einem hohen Niveau zu halten, obwohl man den Gegner sicher beherrschte.

TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nutzte die Gunst der Stunde und nahm viele Auswechselungen vor. So konnten auch angeschlagene Spielerinnen wie Harma van Kreij geschont werden. Andere wiederum erhielten wichtige Spielpraxis. Der Start in die zweite Hälfte verlief dann etwas holprig. Als sich die Automatismen wieder eingespielt hatten, trat die Mannschaft das Gaspedal durch, und alles lief fortan nach Fahrplan. Gleich mehrere Spielerinnen hatten starke Momente: Eefje Huijsmans trat als kluge Spielgestalterin in Erscheinung; Leonie Lambertz zeigte, was in ihr steckt, und nicht zuletzt Naina Klein: Das TuS-Küken kam in den letzten Minuten zum Einsatz und "netzte" gleich zweimal eiskalt ein.

"Ich bin mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden", freute sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein unmittelbar nach dem Schlusspfiff. "Wir haben den Grundstein des Erfolgs in Halbzeit eins mit einer kompromisslosen Deckung gelegt. Die Tore im Angriff waren durchaus sehenswert und klug herausgespielt. Unser Sieg ist daher auch hoch verdient."

(RP)