Lokalsport: Wolfgang Ritte setzt seine Rekordjagd fort

Lokalsport : Wolfgang Ritte setzt seine Rekordjagd fort

Der Moerser Stabhochspringer verbessert beim Meeting in Potsdam den Weltrekord auf 3,95 Meter.

Der Moerser Wolfgang Ritte hat in seiner langen Leichtathletik-Laufbahn schon unzählige Rekorde aufgestellt. Doch jetzt gab es ein Novum für den 65-Jährigen, der für die LAV Bayer Uerdingen/Dormagen startet. Ritte verbesserte bei der 19. Auflage des Internationalen Stabhochsprung-Meetings in Potsdam erst den Europarekord in der Altersklasse M 65 und dann zwei Mal den Weltrekord.

Vor zwei Wochen hatte der Moerser an seinem 65. Geburtstag den bis dahin vom Finnen Jarmo Lipasti gehaltenen Europarekord gleich um 16 Zentimeter auf 3,70 Meter gesteigert. Daraufhin erhielt er einen Startplatz für das Meeting in Potsdam, bei dem ein Jahr zuvor der Pole Piotr Lisek, der bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Vierter wurde, mit 6,00 Metern einen Landesrekord aufgestellt hatte.

Wolfgang Ritte begann den Wettkampf bei 3,50 Meter. Er brauchte bei dieser Höhe einen Fehlversuch, um sich an die Umgebung zu gewöhnen. Im zweiten Anlauf gelang ihm schon ein vielversprechender Sprung. 3,65 Meter überquerte er daraufhin ohne Probleme. Leszek Klima, ehemaliger Coach der Weltklasse-Athleten Tim Lobinger, Danny Ecker und Silke Spiegelburg, übernahm nun bei den anstehenden Rekordversuchen die Betreuung des Moersers.

Wolfgang Ritte verbesserte zunächst den von ihm gehaltenen Europarekord deutlich auf 3,80 Meter. Er überquerte die Höhe direkt im ersten Versuch. Die Latte wurde für Ritte dann auf von 3,87 Meter gelegt - genau einen Zentimeter höher als der bisherige Weltrekord des US-Amerikaners John Altendorf, den dieser 2013 in Reno (USA) aufgestellt hatte. Nachdem Ritte im ersten Versuch gescheitert war, wechselte er auf einen härteren Stab.

Mit Erfolg: Im zweiten Versuch gelang ihm der Weltrekord-Sprung. Leszek Klima gab Wolfgang Ritte anschließend so viel Zuversicht, dass er auch die folgende Höhe von 3,95 Meter offensiv anging und im zweiten Versuch meisterte. Erst bei den anschließend aufgelegten 4,01 Metern war für Ritte Endstation.

(woja)
Mehr von RP ONLINE