Volleyball: Zweitligist Moerser SC spielt gegen TuB Bocholt

Volleyball : Moerser SC muss wieder schwere Aufgabe lösen

Nach zwei Niederlagen in Folge möchte der Zweitligist zurück in die Erfolgsspur. Der Tabellensiebte trifft am heutigen Samstag bei TuB Bocholt an. Der Gegner steht auf dem fünften Rang.

Für den Volleyball-Zweitligisten Moerser SC gingen die Auftaktspiele im neuen Jahr daneben. Die Adler verloren beide Partien. Allerdings musste der Tabellensiebte auch gegen die Top-Teams antreten. Vor zwei Wochen verlor der MSC gegen den Zweiten SV Lindow-Granssee mit 0:3. Am vergangenen Wochenende gab es gegen den Spitzenreiter CV Mitteldeutschland bei der 1:3-Niederlage aber zumindest einen Satzgewinn.

Jetzt wartet beim Tabellenfünften TuB Bocholt (Samstag, 19 Uhr) die nächste Herausforderung auf das Team des Trainergespanns Hendrik Rieskamp und Martin Schattenberg. Die Bocholter wollen ihre Führungsposition im Westen sicherlich nicht aufgeben und brennen auf Revanche. Schließlich haben die Moerser die beiden jüngsten Begegnungen gegen die TuB gewonnen.

Die Gelegenheit für Bocholt ist aber sehr günstig, da die Situation beim MSC angespannt ist. Erneut werden am Samstagabend, 19.30 Uhr, in der Bocholter Euregio-Sporthalle Daniel Wernitz und Tom Weber fehlen. Damit müssen zwei wichtige Spieler im MSC-Annahmeriegel ersetzt werden.

In der vergangenen Saison gab es für den MSC einen Auswärtssieg in Bocholt, dafür aber auch eine Heimniederlage. In der aktuellen Spielzeit lieferten die Bocholter im WVV-Pokal-Halbfinale erbitterte Gegenwehr und mussten sich den Moersern nur knapp mit 2:3 geschlagen geben. In der Liga-Hinrunde konnte sich der MSC im Enni-Sportpark mit einem deutlichen 3:0-Erfolg durchsetzen. Damals war das Aufgebot allerdings noch komplett. Nach dem Abgang ihres stärksten Spielers Rudy Schneider zum Bundesligisten Düren hat sich das Bocholter Team erstaunlich gut entwickelt. Schneider ist in Düren inzwischen schon wieder ausgeschieden.

„Über TuB Bocholt kann man eigentlich nur Positives berichten“, sagt MSC-Coach Hendrik Rieskamp. „Aus meiner Sicht absolviert die Mannschaft eine überragende Saison. Sie hat viele Spieler aus der guten Jugendarbeit.“

Bocholt präsentiert sich derzeit in der Liga als eine kompakte Einheit, die für jede Überraschung gut ist. So gelangen dem Team Siege gegen Essen, Kiel und auch gegen Lindow-Gransee. Dagegen reichte es gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion – wie Delbrück – nur zu Fünf-Satz-Spielen. Immerhin verbuchten die Bocholter in der laufenden Saison bislang neun Erfolge, der MSC kann bisher nur auf sechs Siege zurückblicken. Allerdings fehlt dem MSC noch das Nachholspiel gegen die DJK Delbrück. Wie sich Trainer Hendrik Rieskamp mit seinem Team aus der Affäre ziehen will, ist noch offen: „Wie es personell aussieht, kann ich einfach noch nicht sagen. Aber egal, wer spielt, ich erwarte die gleiche Einstellung, den gleichen Biss und den Mut wie am Sonntag im dritten und vierten Satz gegen Mitteldeutschland.“

Gegen den Tabellenführer hatte es Hendrik Rieskamp es mit Veit Bils auf der Außenangreifer-Position versucht, im Spiel war Nick Wolschendorf eingewechselt worden. Der Coach will den Einsatz seiner Youngster – auch Niklas Mülders aus der Verbandsliga-Mannschaft steht bereit – von den Trainingsergebnissen abhängig machen. „Wir müssen das eventuell im Spiel vor Ort antesten und sehen, wie es läuft“, so Rieskamp. „Es hängt auch davon ab, ob einer unserer Youngster es mit der starken Bocholter Netzreihe zu tun bekommt.“

Die drei Nachwuchsakteure Veit Bils, Niklas Mülders und Nick Wolschendorf müssen am Samstagnachmittag um 15 Uhr noch im Verbandsliga-Team des MSC beim Haaner TV auflaufen. Gibt es ein Fünf-Satz-Spiel, könnte es nch ein logistisches Problem geben. Denn dann wird sich zeigen, ob sie pünktlich in Bocholt sind.

„Gegen West-Rivalen sind es immer ganz besondere Spiele, unabhängig von der Tabellensituation“, sagt der Moerser Coach Martin Schattenberg. „Diese Partie und auch die gegen Humann Essen möchte man nicht verlieren. Man kennt sich von unzähligen Spielen. Von daher sind uns deren Stärken und Schwächen bestens bekannt.“

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