Volleyball: Trainer-Rotation beim Zweitligisten Moerser SC

Volleyball : Trainer-Rotation beim Moerser SC

Die beiden Übungsleiter des Volleyball-Zweitligisten harmonieren bestens und wechseln sich am Spielfeldrand ab.

Seit wenigen Wochen ist es bei der deutschen Volleyball-Liga (DVL) „beurkundet“ und die Fans des Volleyball-Zweitligisten Moerser SC haben es mit Interesse beobachtet: Am Spielfeldrand steht nun Hendrik Rieskamp und coacht das Team – eine sitzende Position hat jetzt Martin Schattenberg eingenommen. Beide zeichnen weiter für das Team verantwortlich.

Allerdings besteht die DVL darauf, dass bei einem Spiel nur ein Trainer als Coach an der Linie tätig sein darf. Möglich wird dieser Wechsel auch dadurch, dass Hendrik Rieskamp ebenfalls über die notwendige A-Trainerlizenz verfügt. Der Rollenwechsel war schon von Schattenberg selber vor der Saison bei der Neuverpflichtung von Rieskamp angedacht.

Für die MSC-Führungsetage gibt es eine Reihe von Gründen, den Rollenwechsel Schattenberg/Rieskamp strategisch anzugehen. „Wenn das Team in diesem oder im kommenden Jahr das Oberhaus erreichen sollte, kann ich ohnehin nicht mehr die Nummer eins sein“, so Schattenberg. „Weil die DVL in der Bundesliga auf hauptamtliche Trainer besteht. Das lässt sich mit meinem Beruf als Lehrer am Adolfinum in Moers in keiner Weise vereinbaren.“

Dazu kommt, dass Schattenberg auch schon in dieser Saison bei einigen Spielterminen fehlen muss, da dienstliche Verpflichtungen anstehen. Auch in der vergangenen Saison ergaben sich mehrfach Schwierigkeiten, die immer zu Lasten des Teams gehen. „Dienstliche Verpflichtungen haben für mich absoluten Vorrang, auch wenn es manchmal schwer fällt und man gerne beim Team dabei wäre“, so Schattenberg. Ein weiterer Grund besteht darin, dass Schattenberg aufgrund seines Engagements im Jugendbereich des MSC während der Woche nicht immer beim Training der „Ersten“ dabei sein kann, Rieskamp aber bei jedem Training vor Ort ist. „Hendrik ist einfach näher an der Mannschaft“, so Schattenberg. „Wichtig ist mir immer, dass es für die Mannschaft einen Vorteil bringt, und weniger, ob ich an der Linie stehe oder von der Bank aus analysiere. Ich fühle mich auch weiterhin für das Team verantwortlich“.

Martin Schattenberg bleibt trotz des Rollenwechsels Cheftrainer beim Moerser SC: „Hendrik und ich diskutieren und schärfen die Trainingspläne, wir überlegen Schwerpunkte und Strategien – alles geschieht gemeinsam. Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit klaren Absprachen. Dass wir auf einer Wellenlänge liegen, hat sich schon ganz am Anfang der Zusammenarbeit gezeigt.

(woja)