Via Internet zum Kunstradsport

Die achtjährige Caroline Sattler stieß im world-wide-web auf die Sportart Kunstradfahren. Gestern präsentierte sich sie bereits gemeinsam mit ihrer Vereinskameradin Isabel Reiners vor Publikum. In Kamp-Lintfort schnupperten die Beiden beim Landespokalturnier erstmals Wettkampfluft.

Eigentlich sollten sieben Mannschaften beim Landespokalturnier im Kunstradfahren, das der Rad- und Motorsportverein Kamp-Lintfort ausrichtete, an den Start gehen, allerdings mussten die Teams aus Kevelaer und Köln passen. Kevelaer nahm kurzfristig an einer Veranstaltung im eigenen Verband teil und Köln hatte nur eine Starterin gemeldet, die plötzlich erkrankt war, so dass am Ende noch fünf Teams übrig blieben, die insgesamt 80 Starts in der Glückauf-Sporthalle zu absolvieren hatten. Vom Veranstalter gingen vier Mädchen in den unteren Altersklassen an den Start.

„Wir hatten bis Mitte letzten Jahres mit rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen“, betonte die Kamp-Lintforter Pressesprecherin Petra Kuhlkamp. „Aber seit einiger Zeit hat sich das Bild wieder geändert und wir können bis zu 20 Kinder und Jugendliche beim Training begrüßen.“ Zwei davon sind Caroline Sattler und Isabel Reiners, die ihr Können erstmalig den gestrengen Juroren vorführten. Beide gingen bei den Schülerinnen C an den Start, und die achtjährige Caroline landete auf Rang 17 direkt hinter ihrer Vereinskameradin Isabel.

„Vor dem Start war ich ganz schön nervös“, gestand Caroline, die erst seit neun Monaten auf dem Kunstrad sitzt und die Sportart bei einer Internetrecherche entdeckte, als sie nach einer passenden Freizeitbeschäftigung suchte. „Ich hätte mich fast übergeben müssen. Aber dann war das schnell vorbei. Bei meiner Vorführung bin ich zwar aus dem Kreis gekommen und fast gegen die Wand gefahren, aber es hat mir trotzdem sehr viel Spaß gemacht.“

„Bei mir wird es immer besser“

Gerade einmal vier Monate sitzt die zehnjährige Isabel im Sattel, die eine gewisse Nervosität auch nicht leugnen wollte. „Es hat schon ein bisschen im Bauch gekribbelt“, berichtet Isabel, die durch eine Freundin zu den Klosterstädterinnen stieß. „Zwischendurch musste ich einmal absteigen, weil sich eine Pedale verklemmt hatte. Die habe ich wieder richtig gemacht und bin dann weiter gefahren. Bei mir wird es immer besser und beim Training falle ich auch nicht mehr so oft hin.“

Seitens des Veranstalters waren mit Tamara van Thiel und Josepha Röhner – beide im Einer-Kunstrad – zwei weitere Mädchen in den Altersklassen der Schülerinnen D und B mit von der Partie. Auch sie können noch als „blutige Anfängerinnen“ bezeichnet werden. Dabei landete Tamara als jüngste Teilnehmerin des Quartetts auf Rang sieben und Josepha auf Rang neun.

(RP)
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