Lokalsport: VfB Homberg lässt sich von TuRu nicht beeindrucken

Lokalsport : VfB Homberg lässt sich von TuRu nicht beeindrucken

Fußball-Oberliga: Neuzugang überzeugt Janßen.

Ein wenig fühlte sich Stefan Janßen an die gute alte Zeit erinnert. "Früher hat man immer gesagt, drei Ecken, ein Elfer. Heute war es, drei Ecken, drei Tore", schmunzelte der Trainer des VfB Homberg nach dem 4:3 (3:3)-Sieg bei TuRu Düsseldorf in der Fußball-Oberliga. Nur drei Chancen hatten die Gastgeber im gesamten Spiel, drei Mal flog der Ball aus Richtung Eckfahne in den Homberger Strafraum, drei Mal (8., 12., 17.) schlug es im Kasten von Philipp Gutkowski ein.

Nach nicht einmal 20 Minuten hatten die Düsseldorfer das Spiel auf den Kopf gestellt, denn: "Wir hatten ein klares Chancenplus", berichtete Janßen. Drei Mal schlugen die Homberger dann doch aus diesem Übergewicht auch Kapital. Erst glich Justin Walker (4.) nach Vorarbeit von Jonas Haub zum 1:1 aus, dann verkürzte Valdet Totaj per Kopf auf 2:3 (35.), ehe Patrick Dertwinkel mit einem Freistoß-Hammer pünktlich zum Pausenpfiff das 3:3 besorgte.

Auch nach dem Seitenwechsel drückte der VfB weiter mächtig auf die Tube. "Die Mannschaft hat den gleichen Eifer wie in allen Spielen gezeigt und sich nicht beeindrucken lassen", schwärmte Janßen.

Die Belohnung kam zwar spät, aber sie kam. In der 86. Minute nutzte Ferdi Acar die starke Vorarbeit von Justin Walker, zog beherzt ab und sicherte den verdienten 4:3-Sieg. "Das lässt das Trainer-Herz höher schlagen. Der Sieg war zweifelsfrei hochverdient", sagte Janßen. Der VfB-Trainer nutzte die gute Gelegenheit und hatte während des Spiels auch auf den Gegner ein Auge - dabei besonders auf einen Spieler.

Wie vor dem Spiel bekannt wurde, schließt sich TuRu-Verteidiger Markus Wolf zur neuen Saison den Hombergern an. "Er hat eine sehr gute Partie gemacht", freut sich Janßen schon auf den Zuwachs. "Ich kenne ihn schon sehr, sehr lange. So einen Spieler hätten wir lange nicht bekommen können. Mit den starken Leistungen und dem beeindruckenden dritten Platz, der sicher kein Zufall ist, hat sich die Mannschaft in den Fokus gespielt und wird damit nun auch immer interessanter für diese Spieler."

Der 26-jährige Wolf spielte in der Jugend unter anderem für Borussia Dortmund in der B-Jugend-Bundesliga. Außerdem lief er bereits in der Regionalliga für den Wuppertaler SV und den FC Kray auf.

VfB Homberg: Gutkowski, Haub (61. Acar), Totaj (75. Merzagua), Wibbe, Koenders, Kogel, Kücükarslan (67 Sadiklar), Walker, Schmitt, Manca, Dertwinkel.

(RP)