VfB Homberg gewinnt mit 5:0 gegen den SC Velbert

Fussball : „Herbstmeister“ und kaum aufzuhalten

Fußball-Oberliga: VfB Homberg gewinnt ungefährdet 5:0 gegen den SC Velbert. Trainer Stefan Janßen bemüht sich um Bescheidenheit und Demut. Derweil ist das Umfeld des Tabellenführers in bemerkenswerter Feierlaune. 

Nach zwei Punkteteilungen am Rheindeich in Folge wollten die Oberliga-Kicker des VfB Homberg ihrem eigenen Publikum im letzten Heimspiel der Hinrunde „wieder einen Sieg schenken“, wie es ihr Trainer Stefan Janßen vor der Partie gegen den SC Velbert ausgedrückt hatte. Und auch das Publikum selbst tat alles dafür, dass es mit den drei Punkten etwas wird.

Per Megafon angetrieben von C-Jugend-Coach Wolfgang Meier nahmen rund 60 Kids aus der VfB-Jugend den eigentlichen Gästeblock ein und peitschten den Spitzenreiter lautstark nach vorne. Die Konzentration ließ bei manchem der jungen Homberger im Block zum Ende hin etwas nach – im Gegensatz zu den Hombergern auf dem Feld. Dass Danny Rankl in der 90. Minute mit einem Seitfallzieher den 5:0 (2:0)-Endstand besorgte. war Sinnbild für eine einseitige Partie, in der die drei erhofften Punkte zu keiner Zeit gefährdet waren.

„Jetzt geht’s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten“, heißt es in der Vereinshymne des VfB, zu der Team und Fans im Anschluss die Laola übten. Die Textpassage wird immer mehr zum Credo für den weiterhin ungeschlagenen Herbstmeister, der – bei einem Spiel mehr als die Verfolger SSVg Velbert und 1. FC Bocholt – nun schon zehn Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierten Sportfreunde Baumberg verzeichnet, die ihr Heimspiel 0:2 gegen den VfB Speldorf verloren.

Bislang läuft alles darauf hinaus, dass die Herbstmeisterschaft in der dritten Saison nach dem Aufstieg nicht der einzige Titel für die Homberger sein wird. „Die Konkurrenz hat ja auch nicht gerade gegen uns gespielt“, weiß Janßen um die Niederlagen der Verfolger. An die Sommermeisterschaft verschwendet er keinen Gedanken. „Wir gehen die Sache weiterhin mit ganz, ganz viel Demut an“, beschwört der Coach die Bodenständigkeit und die für den Erfolg unabdingbare harte Arbeit im Verein. Auch von einer Handball-ähnlichen Velberter Abwehr nicht den Spaß nehmen, bis zur letzten Minute Vollgas zu geben.

„Es war nicht einfach, gegen den SC, der in seinem 5-4-1 nur aufs Tore verhindern bedacht war, und sehr engmaschig verteidigt hat, durchzukommen. Dennoch ist es uns einige Male gelungen. Und dass wir bis zum Schluss die Kraft, die Muße und den Willen haben, noch einen drauf zu legen, zeigt den Charakter der Jungs. Ich werde sie da nicht bremsen.“

Mit einem Flachschuss aus 16 Metern durchbrach zuerst Patrick Dertwinkel den Abwehrverbund des SCV (15.), sein Vorbereiter Jonas Haub machte es ihm in der 40. Minute aus dem rechten Halbfeld nach. Mit einem Steilpass schickte der überragende Dennis Wibbe dann Jerome Manca auf die Reise, der sicher zum 3:0 im rechten Eck einschob (68.), ehe Dertwinkel mit dem nächsten trockenen 16-Meter-Schuss seinen Doppelpack schnürte. Und auch Rankls Geniestreich zum 5:0 war der Lohn für den Ehrgeiz des Stürmers, der zuvor mehrfach knapp gescheitert war.

Janßens besonderer Dank galt diesmal aber der Jugendabteilung des VfB: „Textsicher und ausdauernd. Das war einfach super und zeigt wie eng wir im Verein zusammen stehen.“

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