Handball: Verbandsliga-Derby bleibt ohne Sieger

Handball : Verbandsliga-Derby bleibt ohne Sieger

Das Handballspiel zwischen dem gastgebenden SV Neukirchen und der Moerser Adler HSG hatte alles, was ein Lokalduell auszeichnet: Kampf, Leidenschaft und Spannung bis zum Schlusspfiff. Am Ende hieß es 27:27.

Vor gut 350 Zuschauern entwickelte sich das Derby in der Handball-Verbandsliga zwischen dem Gastgeber SV Neukirchen und der Moerser Adler HSG zu einer rassigen Partie, die am Ende verdient mit 27:27 (12:11) endete. Beide Mannschaften gaben von der ersten Sekunde an Vollgas und legten ein enormes Tempo an den Tag. Dabei sah es in den ersten zweieinhalb Minuten so aus, als wollten die Gäste demonstrieren, dass sie Herr im Haus sind, denn da lagen sie bereits mit 3:0 in Front.

"Wir haben es in den Anfangsminuten versäumt, uns weiter abzusetzen", ärgerte sich der Moerser Trainer Hans-Gerd Hüfken. Der SVN zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und die Show von Torhüter Dominik Köller nahm seinen Anfang. Beim Spielstand von 2:3 bekamen die Moerser den ersten Siebenmeter-Strafwurf zugesprochen. Der ansonsten sehr sichere Frank Rosendahl warf den Ball weit über das Tor. Im Laufe der Partie kamen noch vier weitere Siebenmeter hinzu, die der Neukirchener "Hexer" in unwiderstehlicher Manier parierte.

Doch das war es nicht allein, was Köller an diesem Tag auszeichnete. Von den Außenpositionen war er überhaupt nicht zu überwinden, dann entschärfte er noch eine Handvoll Tempogegenstöße und hinzu kommen noch etliche Paraden, wo die Schützen völlig frei vor seinem Tor auftauchten, den Ball aber nicht im Netz unterbringen konnten. War es auf Seiten der Neukirchener die Leistung von Köller, die es hervorzuheben galt, war es bei Moersern immer wieder Christian Lange, der sein Team mit seiner enormen Wurfkraft im Spiel hielt. So entwickelte sich ein munterer Spielverlauf, bei dem die Führung stetig wechselte. In der zweiten Halbzeit hatte Neukirchen bis zur 41. Minute die Nase vorn, ehe der Mannschaft das Glück nicht mehr hold war und drei Tempogegenstöße lediglich am Moerser Pfosten landeten.

Außerdem leisteten sich die Hausherren den einen oder anderen technischen Fehler im Angriff, den die Gäste durch erfolgreiche Tempogegenstöße gnadenlos ausnutzten. "Wenn wir es schaffen, diese unnötigen Fehler auf ein Minimum zu reduzieren, dann wird sich in Kürze auch der erste Sieg einstellen", sagte SVN-Trainer Björn Baar hinterher. Um in der Partie überhaupt noch eine Chance zu haben, bedachte Baar den Moerser Haupttorschützen Christian Lange ab Mitte der zweiten Spielhälfte mit einer Manndeckung.

Zunächst hatten die Gäste damit ihre liebe Mühe und Not, und zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff ging der SVN durch Dennis Kühn erstmals wieder mit 26:25 in Front. In dieser Phase war es immer Marvin Bartnik, der für die Moerser die Kastanien aus dem Feuer holte. Trotz allem Wenn und Aber waren sich Baar und Hüfken nach dem Schlusspfiff einig, dass es letztlich eine gerechte Punkteteilung war.

(ut)
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