Lokalsport: Über den Kampf zum knappen Sieg

Lokalsport: Über den Kampf zum knappen Sieg

Frauen-Handball, Dritte Liga: Ohne spielerisch zu überzeugen, festigt der TuS Lintfort mit einem 31:29-Sieg in Dortmund Tabellenplatz eins.

Eine tolle kämpferische Leistung kaschierte diesmal so manch spielerisches Defizit. Aber die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort müssen sich darüber nicht weiter grämen. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein marschieren nach dem zähen 31:29 (15:17)-Arbeitssieg bei Borussia Dortmund II weiterhin auf dem direkten Weg in Richtung Titelgewinn.

Dabei sollte es diesmal vor allem in Hälfte eins nicht wie gewohnt flutschen. Lintfort hatte ungewohnte Schwierigkeiten in der Deckung. Es passte nicht. Die Mannschaft bekam keine Stabilität in das Konstrukt, patzte gleich mehrfach im individuellen Bereich. Aber die Talente aus Dortmund machten es auch ordentlich. Sie schöpften ihre Fähigkeiten eiskalt aus und machten die Tore. Der BVB gab überraschenderweise den Ton an und führte zwischenzeitlich sogar mit 11:6 (17.).

Lintfort musste reagieren, nahm Umstellungen in der Defensivabteilungen vor. Es wurde allerdings nur bedingt besser. Doch der leichte Aufwärtstrend reichte immerhin, den BVB-Express zu stoppen. Lintfort konnten die Partie wieder ausgeglichen gestalten und war in der 26. Minute (14:13) wieder herangerückt. Die Gäste vom Niederrhein nutzten die Halbzeitpause, um sich neu auszurichten und frischen Mut zu schöpfen. Dennoch waren auch in den zweiten 30 Minuten überwiegend kämpferische Tugenden gefragt.

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Der Tabellenführer konnte sich weiter steigern. Die Defensive präsentiere sich fortan deutlich stabiler. Die Hereinnahme von Angelika Bensch ins Zentrum sollte sich positiv auszahlen. Das Team agierte nun cleverer und hielt sich an den vorgegebenen Matchplan.

Die Begegnung nahm trotzdem einen ausgeglichen Verlauf. Das lag auch weiterhin am BVB-Nachwuchs, der nach wie vor große Lust am Handballspielen hatte. Aber auch die TuS-Spielerinnen mussten in punkto Engagement nicht hinterm Berg halten. Das Team zeigte in der Offensive nötige Entschlossenheit, insbesondere Naina Klein warf ihre Individualität und Schusskraft in die Waagschale, erzielte wichtige Treffer. Aber es war auch wie so oft: Unterschiedliche Spielerinnen trugen in hektischen Phasen ihren Beitrag zum Erfolg bei. Lintfort war in den Schlussminuten einen Ticken cleverer und besaß das nötige Glück, um beide Punkte aus Dortmund zu entführen.

"Spielerisch war es diesmal sicherlich kein Highlight, aber kämpferisch war der Auftritt meiner Mannschaft von der Kategorie 1a", freute sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Schlusspfiff.

(RP)