TuS Lintfort will im Abstiegsspiel punkten

Handball in Kamp-Lintfort : TuS Lintfort will im Abstiegsspiel punkten

Frauen-Handball: Der Zweitligist tritt Samstag zum richtungweisenden Kellerduell beim BSV Sachsen Zwickau an.

Der Auftakt in die Rückrunde war doch recht schwierig. Die Konkurrenz erwies sich mehr als übermächtig. Es hagelte drei satte Niederlagen. Die Zeit ist nun aber wieder reif, um selbstbewusst und positiv nach vorne zu blicken und eigene Ansprüche geltend zu machen.

Für die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort wartet eine kniffelige, aber durchaus machbare Aufgabe. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein machen sich auf die lange und stressige Reise zum BSV Sachsen Zwickau. Der Anpfiff in diesem richtungweisenden Kellerduell ist Samstag, um 17 Uhr.

Beide Vereine wissen sehr wohl um die große Bedeutung dieses Spiels und wie wichtig es ist, sich gegen direkte Konkurrenten durchzusetzen. Zwickau (12:24 Punkte) hat aktuell gegenüber dem TuS Lintfort (10:26) wieder die Nase knapp vorn, weil zuletzt zwei immens wichtige Pflichtsiege gegen die unmittelbare Konkurrenz aus Gedern (9:27) und Trier (8:28) gelangen. Werder Bremen (9:27) komplettiert das derzeitige Abstiegsquintett.

Die Gastgeberinnen setzen alle Hebel in Bewegung, um die Liga zu halten, ziehen daher alle möglichen zur Verfügung stehenden Register. Ein Trainerwechsel wurde bereits vollzogen; mit Christina Zuber eine starke und anerkannte Spielerin reaktiviert.

Die BSV-Defensive bevorzugt eine körperbetonte Gangart. Oft werden in einer defensiv gewählten Formation die Lücken geschickt zugestellt. Ein weiteres Plus ist die Flexibilität. Umstellungen, auf eine deutlich offensivere Variante, können problemlos getätigt werden. Im Angriff greifen ligaübliche Konzepte, doch einige Spielerinnen nutzen ihre ausgeprägten individuellen Fähigkeiten immer wieder zum Durchbruch.

„Es ist für beide Mannschaften ein enorm wichtiges Spiel“, betont denn auch TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Daher werden meiner Meinung nach die Nerven eine übergeordnete Rolle in dem Spiel einnehmen. Für meine Mannschaft heißt es in punkto Kampf, Einsatz und läuferischer Ausdauer zu überzeugen.“

Die Gäste benötigen endlich mal wieder einen stabilen Deckungsverband. In den letzten Partien waren die Startphasen jeweils überzeugend und äußerst aggressiv. Aber das durchaus ordentliche Niveau ebbte, je weiter die Spieluhr ablief, deutlich ab.

„Ein Spielsystem in der Deckung ist wichtig, aber meine Spielerinnen müssen vermehrt, über einen längeren Zeitraum, ihre Gegenspielerinnen stellen und die Zweikämpfe gewinnen“, ergänzt Bettina Grenz-Klein.

Sie weiß auch, dass ihr Team in der Offensive, gerade in kritischen Momenten, den „Hang zur Hektik“ hat und fordert daher „Ruhe und Besonnenheit, dass sich ihre Spielerinnen mehr „Zeit“ nehmen.

Mehr von RP ONLINE