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Lokalsport: Tus Lintfort steckt in der Abwärtsspirale

Lokalsport : Tus Lintfort steckt in der Abwärtsspirale

Am Sonntag empfängt der gebeutelte Abstiegskandidat die SGH Rosengarten. Der Tabellendritte ist bei weitem kein Aufbaugegner, kommt er mit breiter Brust in die Eyller Sporthalle. Eine 20-jährige Dänin verbreitet jedoch Hoffnung.

Der Negativtrend nimmt wöchentlich dramatischere Züge an. Der rasante Absturz der Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort ist derzeit kaum zu stoppen. Die dürftigen 2:18 Punkte zeigen die ganze Misere in aller Deutlichkeit auf. Es muss zügig die Reißleine gezogen werden, um Schlimmeres vom Verein fernzuhalten. Der TuS Lintfort hat Sonntag, um 16 Uhr, in der Eyller-Sporthalle, die SGH Rosengarten zu Gast.

Das große Sorgenkind der Gastgeber ist die Defensivabteilung. Lintfort kassiert schlichtweg zu viele Gegentore. Immer vorausgesetzt, es existiert ein Plan - die Spielerinnen können diese Vorgaben auf dem Parkett nicht umsetzen. Es gibt einfach zu viele Baustellen.

Fehlende Strukturen, schwankende Konstanz sind die Schlagwörter. Dazu kommt, dass Engagement, Leidenschaft und Disziplin auch ausgeprägter vorhanden sein könnten. Und dann kommt nach den ganzen Niederlagen natürlich das mentale Problem. Die Spielerinnen hadern nach den Negativerlebnissen sichtlich mit sich selbst, blockieren, und bringen so den gegnerischen Angriffsreihen nicht genügend Kampfkraft entgegen. "Man merkt meinen Spielerinnen die Verunsicherung an", sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Nach der krassen Negativserie fehlt es an Selbstvertrauen und an Mut. Gerade die bitteren Niederlagen gegen Werder Bremen, die HSG Kleenheim und die HSG Hannover-Badenstedt haben ihre Spuren hinterlassen. Meine Mannschaft war über einen ganz langen Zeitraum ein ebenbürtiger Partner, vergaß nur in den hitzigen und wichtigen Situationen die Big-Points zu setzen."

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Rosengarten nimmt aktuell den dritten Tabellenplatz ein, reist mit richtig Qualität im Kader an. Insbesondere auf die defensiv ausgerichtete Abwehr ist regelmäßig Verlass. Das Team ist eingespielt und harmoniert. Vor allem das Zentrum, mit zwei großgewachsenen Spielerinnen ist kaum zu überwinden. Im Angriff übernimmt das Duo Sabine Heusdens und Evelyn Schulz (Kreis) die Verantwortung, strahlt in den Aktionen Souveränität aus.

"Rosengarten ist ein echt schwerer Brocken", ergänzt Trainerin Bettina Grenz-Klein, die gegen den Favoriten alle Spielerinnen zur Verfügung hat. "Wir müssen schon einen guten Tag erwischen, um diesen Gegner zu schlagen. Aber meine Mannschaft sollte nun auch mal punkten, wenn niemand damit rechnet. Rosengarten wäre so eine Gelegenheit."

Verstärkung für den TuS: Die 20-jährige dänische, torgefährliche Spielmacherin Mie Nørup Isaksen kommt vom Drittligisten HSV Gräfrath. In ihrer Heimat habe sie bereits in der 1. und 2. Liga Erfahrungen gesammelt, so TuS-Manager Ulrich Klein und "passt sehr gut in das Lintforter Anforderungsprofil, junge, talentierte Spielerinnen zu verpflichten und dann zu entwickeln.

"Ich freue mich, eine so junge und entwicklungsfähige Spielmacherin zu bekommen und auch auf die Zusammenarbeit mit Mie, egal in welcher Liga" ist TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein zufrieden Zugang.

(RP)