TuS Lintfort spielt in der Zweiten Liga 31:31

Zweitligist hängt in der ersten Hälfte durch : TuS Lintfort erkämpft sich in der Schlussviertelstunde einen Punkt

Frauen-Handball: Der Zweitligist spielte beim bereits feststehenden Absteiger Trier 31:31.

Es war Kampf pur, ohne die großen spielerischen Höhepunkte: In Anbetracht, dass der Klassenerhalt bei den Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort schon seit längerem sicher ist, muss gegen die als Absteiger bereits feststehende DJK MJC Trier diesmal vor allem die kämpferische Einstellung in den Vordergrund gehoben werden. Der TuS musste unterem Strich viel rennen und reichlich arbeiten, um letztendlich ein etwas glückliches 31:31 (13:17)-Remis zu ergattern.

Die Gäste reisten einzig ohne Annefleur Bruggeman an, die vom Bundesligisten Bayer Leverkusen angefordert wurde. Dafür stellten sich aber Eva Legermann (Bänderanriss im Fuß), Becky van Nijf (Fersensporn) und Loes Vandewal (Fußblessur) in den Dienst der Lintforter Mannschaft.

Lintfort konnte in der Defensivabteilung nicht das nötige Feuer entfachen. Die Spielerinnen verloren etliche Zweikämpfe, so dass der Verband instabil wirkte. Die Gäste agierten in vielen Phasen zu harmlos und passiv. Die TuS-Spielerinnen traten ihren Gegenspieler zwar entgegen, begannen aber zu wenige Fouls oder scheuten den Körperkontakt. Und Trier wartete genau auf diese Situationen. Die erfahrenen Spielerinnen auf den zentralen Positionen wussten, was zu tun ist. Sie deckten die Unzulänglichkeiten der Gäste schonungslos auf, fanden die freien Räume und nutzten ihre Tormöglichkeiten rigoros aus.

Trainerin Bettina Grenz-Klein stellte die Abwehr auf eine offensive 5:1-Variante um und brachte im Tor Vivien Gosch für Sabrina Romeike. Lintfort bekam nun mehr Struktur in die Verteidigung. Und die Spielerinnen des TuS konnten in Hälfte zwei ihr Engagement nochmals erhöhen. Gut war die Umstellung zurück auf die gewohnt, sichere 6:0-Deckung. Die Mannschaft befand sich in der Schlussviertelstunde kollektiv im „Kampfmodus“.

Bälle wurden erobert und das Ergebnis eng gestaltet. Aber Trier behauptete dennoch knappe Führungen. Lintfort besaß in den letzten Minuten auch das Glück des Tüchtigen und drehte ein 29:31 noch in ein 31:31 um. „Es ist eindeutig ein Punktgewinn“, freute sich Grenz-Klein. „Die ersten 30 Minuten waren nicht gut. Aber meine Mannschaft hat sich gesteigert.“ Tore: Vandewal (15/4), van Hulten, van Nijf (je 4), Isaksen (3/1), Legermann (2), Dings Kuik, Lambertz.

Mehr von RP ONLINE