Lokalsport: TuS Lintfort schielt auf die Konkurrenz

Lokalsport : TuS Lintfort schielt auf die Konkurrenz

Frauen-Handball: Der Drittligist hat den Meistertitel schon besiegelt, die Aufstiegsfrage ist aber noch offen. Morgen ist der 1. FC Köln zu Gast. Die Partien in der Süd- und Oststaffel entscheiden darüber, ob der TuS in die Play-Offs muss.

Die Saison neigt sich dem Ende zu. Ob es allerdings wirklich zum finalen Abschlussspiel für den Frauenhandball-Drittligisten TuS Lintfort kommt, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Die Mannschaft empfängt am Samstag um 17 Uhr in der heimischen Eyller-Sporthalle den 1. FC Köln zum letzten Meisterschaftsspiel.

Auch wenn es in dieser Begegnung um nichts mehr geht, so steckt in diesem Kräftemessen eine alte, langjährige Rivalität. Keiner der beiden Konkurrenten wird auch nur einen Zentimeter an Hallenboden freiwillig preis geben. Doch aus TuS-Sicht brennt eine ganz andere Frage massiv unter den Nägeln: Darf die Mannschaft nach dem Schlusspfiff den Aufstieg in die Zweite Bundesliga feiern oder geht es zum Nachsitzen in die Play-Offs?

Die Situation sieht wie folgt aus: Der TuS Lintfort steigt direkt auf, wenn einer der beiden aktuellen Tabellenführer aus der Südstaffel (TSV Haunstetten) und der Ostgruppe (HSG Gedern/Nidda) noch am letzten Spieltag abgefangen wird. Verteidigen diese beiden Vereine allerdings ihre Spitzenpositionen, so geht es für die Lintforterinnen in die Play-Off-Spiele. Der TuS müsste dann zunächst zum Nordmeister nach Harrislee, nahe der deutsch-dänischen Grenze gelegen, reisen. Das Hinspiel würde am Samstag, 28. April, um 18.30 Uhr angepfiffen. Das Rückspiel in der Eyller-Sporthalle würde am Dienstag, 1. Mai, um 16 Uhr stattfinden.

Aber ob es zu diesen Play-Offs überhaupt kommt, wird sich erst noch zeigen. Der TuS Lintfort muss sich bis dahin weiter gedulden und auf die Ergebnisse aus dem Osten und Süden warten.

Langeweile wird bis dahin sicherlich nicht aufkommen. Die Partie gegen den 1. FC Köln wird traditionell emotional geführt und ist zudem ein echtes Spitzenspiel. Immerhin trifft der souveräne Meister auf seinen ärgsten Verfolger. Die Gäste aus der Domstadt verfügen über die mit Abstand zweitbeste Mannschaft der Liga. Die Nummer eins ist der 1. FC Köln sogar in der Defensivstatistik, da er bisher die wenigsten Gegentore aller Vereine kassiert hat.

Aber der TuS Lintfort muss sich diesbezüglich nicht verstecken, denn er kontert eiskalt mit dem torgefährlichsten Angriff. "Wir wollen unserem letzten Meisterschaftsspiel vor heimischer Kulisse mit einer anständigen und engagierten Leistung einen würdigen Rahmen verleihen", sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Es ist daher so wichtig, konzentriert und konsequent aufzutreten, um sich für die möglichen Play-Offs einzuspielen." Mit dem Team des 1. FC Köln kehren drei ehemalige TuS-Spielerinnen zurück nach Lintfort.

Sophia Kochs gehört nach wie vor zu den besten Torhüterinnen der Liga. Und Felicia und Vanessa Idelberger befinden sich derzeit in einer absoluten Top-Form. Sie werfen aus dem Rückraum Tore wie am Fließband.

(RP)
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