TuS Lintfort schafft ersten Auswärtssieg

Handball in Kamp-Lintfort : TuS Lintfort schafft ersten Auswärtssieg

Der Handball-Zweitligist der Frauen siegt in einem spannenden Match bei der SG Herrenberg verdient mit 25:22.

Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben sich kurz vor dem Weihnachtsfest noch einmal selbst beschenkt. Das Team von Trainerin Bettina Grenz-Klein siegte gestern Nachmittag am dritten Advent in einem richtungweisenden Match bei der SG Herrenberg verdient mit 25:22 (11:10). Für den TuS Lintfort war es in der laufenden Saison der erste Auswärtssieg im mittlerweile sechsten Anlauf.

Die Gäste vom linken Niederrhein reisten ohne die verletzte Inske Kuik (Knie) und die aus privaten Gründen verhinderte Tatjana van den Broek an. Aber von Strapazen war keine Spur zu sehen. Die TuS-Spielerinnen knieten sich von der ersten Minute an voll in die Aufgabe hinein. Gerade das Kollektiv in der Defensive stand eng beieinander, packte die Kampfkraft und die dazugehörige Laufbereitschaft aus.

Das Team hatte sich vor allem für die Offensive etwas vorgenommen. So wurden die Abläufe sehr konzentriert und durchdacht, aber auch ruhig und sachlich abgespult. Lintfort lag aufgrund dieser klugen Vorgehensweise nach dem 4:4-Zwisschenstand im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs stets in Front.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Spannung weiterhin zu. Für beide Kontrahenten stand bekanntlich eine Menge auf dem Spiel. Herrenberg konnte sein Engagement um einige Prozentpunkte steigern und erspielte sich leichte Vorteile. Die Gastgeberinnen agierten konsequenter und übernahmen mit 18:17 (45.) die erste Führung seit langer Zeit.

Aber die TuS-Spielerinnen ließen sich davon nicht beirren, hielten der aufkommenden Hektik und dem großen Druck stand. Das Team präsentierte sich in der Schlussphase erstaunlich abgeklärt.

Und wieder war es die Defensivabteilung, auf die Verlass war. Die kampfstarke Einheit funktionierte, so dass die SG Herrenberg nie ihre vorhandenen Potenziale ausschöpften konnte. Im Angriff hatte insbesondere die angeschlagene und zuvor eher blasse Loes Vandewal nun das Spielgeschehen im Griff. Die Holländerin übernahm in einer wackeligen Phase Verantwortung, als ihre Mannschaft sie brauchte.

Lintfort holte sich einen verdienten Sieg, freute sich zudem über die Unterstützung eines guten Dutzends mitgereister Fans. „Unser Erfolg lag heute auf vielen Schultern“, so eine erleichterte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Das intakte Kollektiv hat gestochen.“