TuS Lintfort ohne Sieg, aber wichtige Erkenntnisse für die Trainerin

Handball: TuS ohne Sieg, aber wichtige Erkenntnisse für die Trainerin

Frauen-Handball: Der Zweitligist trifft beim 7. Domstadt-Cup in Fritzlar auf übermächtige Konkurrenz und belegt den letzten Rang.

Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort stecken weiter in der Vorbereitung. Damit Trainerin Bettina Grenz-Klein die Form ihrer Schützlinge unter Wettbewerbsbedingungen sichten konnte, nahm der Verein vom linken Niederrhein beim hochklassig besetzten 7. Domstadt-Cup des Drittligisten SV Germania Fritzlar teil. Insgesamt acht Teams kämpften über zwei Tage erst in zwei Gruppen, dann in Platzierungsspielen um die Trophäe. Unterm Strich bleibt: Auf den TuS Lintfort wartet bis zum Saisonstart Anfang September noch viel Arbeit.

TuS Lintfort - HSG Bensheim/Auerbach 17:28 (8:15). Lintfort begann konzentriert und agierte im Angriff mit Geduld (4:4). Aber die Mannschaft verlor ihre Linie, leistete sich etliche Fehlwürfe. 

Die HSG-Spielerinnen agierten  clever und konterten den TuS Lintfort gnadenlos aus. Schon mit dem Pausenpfiff war die Messe gelesen. Lintfort zeigte in Hälfte zwei einen guten kämpferischen Einsatz, spielte nun in vielen Phasen aufmerksamer. „Ich bin mit unserem Auftritt gegen einen starken Gegner recht zufrieden“, so TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein.

TuS Lintfort - TV Beyeröhde 20:22 (7:12). Lintfort zog im Duell zweier Zweitligisten knapp den Kürzeren. Dabei war die Startphase erneut wieder in Ordnung. Das Team setzte vor allem in der Offensive die Glanzpunkte. Weniger gut lief es gegen Ende des ersten Durchgangs. Die Lintforterinnen hatten Mühe, sich in der Deckung zu ordnen. Beyeröhde traf mehrmals eiskalt ins TuS-Tor. Aber Lintfort ließ sich nicht beirren, krempelte in Hälfte zwei wieder die Ärmel auf, konnte sich aber nicht mehr belohnen. „Wir sind leider zu spät aufgewacht“, so Bettina Grenz-Klein nachher.

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TuS Lintfort - HSG Bad Wildungen Vipers 13:19 (9:12). Die TuS-Spielerinnen hielten gegen den starken Bundesligisten mit einer kämpferischen Einstellung dagegen. Die Vorgaben wurden zum Großteil prima umgesetzt – mit der so wichtigen Laufbereitschaft. Lintfort konnte mit dem Bundesligisten mithalten. Die kämpferische Einstellung hielt auch in den zweiten 30 Minuten. Im Angriff fehlte aber so manches Mal die notwendige Durchschlagskraft, insbesondere beim Überzahlspiel krankte es. „Meine Mannschaft hat gegen den starken Erstligisten alles gegeben“, erklärte Bettina Grenz-Klein.

Spiel um Platz sieben: TuS Lintfort - HC Rödertal 19:22 (11:10). In diesem Aufeinandertreffen der beiden Zweitligisten ging es während der gesamten Spielzeit hoch her. Beide Vereine schenkten sich nichts. Der TuS Lintfort konnte wieder eine sattelfeste Defensive stellen – Torfrau Sabrina Romeike hatte viele starke Szenen zwischen den Pfosten. Die Spielerinnen versuchten das Tempo permanent hochzuhalten. Es lief gut – die 7:4-Führung war der verdiente Lohn einer engagierte Leistung.

Aber die Mannschaft konnte das gute Niveau in Hälfte zwei nicht mehr „auf die Platte“ bringen. Erneut war das Überzahlspiel nicht berauschend, ebenso wie die Chancenverwertung Lintfort scheiterte mehrmals, Rödertal machte es hingegen besser und gewann verdient.

„Ich nehme wichtige Erkenntnisse mit nach Hause“, so das Gesamtfazit von Bettina Grenz-Klein. 

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