Lokalsport: TuS Lintfort kann den Meistertitel einfahren

Lokalsport : TuS Lintfort kann den Meistertitel einfahren

Der Frauenhandball-Drittligist tritt am Sonntag um 17 Uhr zum schweren Auswärtsspiel bei der SG Menden Sauerland Wölfe an.

Die Vorfreude wächst, die Spannung steigt. Ein intensives Jahr, mit viel Arbeit, Stress und Druck, könnte schon bald in Jubel umschlagen. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort sind von ihrem Weg zur Meisterschaft nicht mehr abzubringen. Nur der Zeitpunkt ist weiterhin offen.

Aber es könnte bereits an diesem Wochenende eine endgültige Entscheidung fallen. Es gibt zwar noch einige Rechenspielchen. Aber angenommen, der TuS Lintfort holt an diesem Spieltag nur ein Pünktchen mehr als Verfolger 1. FC Köln, so ist das Thema bei dann noch vier ausstehenden Begegnungen und einem Neun-Punkte-Vorsprung durch. Aber die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein wollen sich nicht auf Rechnereien einlassen, sondern werden wie gewohnt, beim schweren Auswärtsspiel bei der SG Menden Sauerland Wölfe, voll auf Sieg spielen. Der Anwurf erfolgt Sonntag um 17 Uhr.

Menden hat als Aufsteiger ein erfolgreiches Jahr abgeliefert, kann mit dem aktuellen Rang vier mehr als zufrieden sein. Das Team unterliegt sicherlich Leistungsschwankungen, aber der Verein hat sich auf Anhieb auf "neuem Terrain" etabliert. Der Erfolg im Angriff basiert auf einer oftmals zitierten Mischung aus spieltaktischen Abläufen sowie einer ausgeprägten Individualität. Besonders viel Aktivität geht vom Rückraum aus - von der Mitte und der halbrechten Position.

Die Defensive lebt von der läuferischen Ausrichtung - insbesondere dann, wenn die gewählte Formation eine ganz offensive ist. Aber ohne Kampf und Können läuft in der Abwehr bekanntlich nichts, wenn diese Tugenden nicht ständig abgerufen werden.

Die Sauerland Wölfe können sich zudem der lautstarken Unterstützung der treuen Fans gewiss sein. Das Team kann gerade in heimischer Halle massiv an der Motivationsschraube drehen und somit die Gegner unter Druck setzen.

"Uns erwartet ein echt harter Brocken", betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Wir dürfen uns nicht überraschen lassen, benötigen mal wieder eine stabile Leistung. Meiner Mannschaft fehlte zuletzt die Konstanz. In der Deckung waren es beispielsweise unkonzentrierte Momente, Unachtsamkeiten, so dass der Verband nicht wie gewohnt funktionierte. Im Angriff haperte es an gradlinigen Strukturen - vieles lief im Spiel durcheinander - manches gar kopflos. Wir müssen es diesmal einfach besser machen."

(RP)
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