TuS Lintfort hat die richtigen Antworten parat

Frauen-Handball : TuS Lintfort hat die richtigen Antworten parat

Loes Vandewal führte den Handball-Zweitligisten mit Jana Willing zum vierten Sieg in Serie. Es gab einen 32:29-Erfolg über die SG Kirchhof.

Beim TuS Lintfort gibt es derzeit nur strahlende Gesichter: Man muss sich schon ein wenig die Augen reiben, kann nur schwer verstehen, was gerade bei den Zweitliga-Handballerinnen abgeht. Das Team um Trainerin Bettina Grenz-Klein und ihrem „Co“ David von Essen ist in der laufenden Saison vielleicht sogar die größte Überraschung der gesamten Konkurrenz. Lintfort besiegte diesmal in einem spannenden wie temporeichen Match daheim die SG Kirchhof mit 32:29 (15:12). Für die TuS-Spielerinnen war es bereits der vierte Sieg in Folge – die 14:8-Punkte lassen das TuS-Herz höher schlagen.

Die Gastgeberinnen waren von der ersten Minute bemüht, das Tempo hochzuhalten. Aber in folge dessen wurde der Spielverlauf auch hektisch – mit zwar vielen Toren, aber auch reichlich geworfenen „Fahrkarten“. Das Lintforter Team benötigte seine Zeit, um das wichtige Gleichgewicht zu finden. Loes Vandewal schulterte diesmal viel Verantwortung – Naina Klein brachte nach ihrer Einwechslung erneut Schwung in die Aktionen.

Die TuS-Spielerinnen zeigten auch in der Defensive viel Engagement. Die Aufgabe gestaltete sich dennoch schwierig, da mit Eva Legermann eine ganz zentraler Stabilisator ausfiel. Die Linksaußen-Spielerin brach sich bekanntlich vergangenes Wochenende den Mittelfinger der linken Hand, wurde mittlerweile erfolgreich operiert. Das neue Zentrum im Lintforter Spiel bildeten diesmal Jana Willing und Loes Vandewal.

Nach dem Seitenwechsel stieg die Spannung weiter. Kirchhof hechelte hinterher und musste etwas tun. Der Gast legte daraufhin die beiden bis dato torgefährlichsten TuS-Torschützinnen, Loes Vandewal und Naina Klein, an die „kurze Leine“ und hatte mit dieser Maßnahme zunächst Erfolg. Die Partie nahm fortan einen ausgeglichenen Verlauf (22:21/48.).

Doch der TuS Lintfort ließ sich nicht beirren, wusste immer die richtigen Antworten. In dieser wichtigen Phase ging gerade Mie Norup Isaksen voran. Die Spielmacherin führte ihr Team in kniffligen Situationen und war selbst stets überaus torgefährlich.

Und dass der TuS Lintfort derzeit unglaublich von einer intakten, mannschaftlichen Geschlossenheit profitiert, zeigt die zweite Halbzeit: Spielerinnen, die momentan nicht immer so im Brennpunkt des Geschehens stehen, setzten Impulse – wie Torhüterin Sabrina Romeike mit einen gehaltenen Siebenmeter oder Lisan van Hulten oder Katrin Kaiser, die ganz wichtige Tore warfen. „Es war eine Partie mit viel Tempo und Dynamik“, betonte Co-Trainer David von Essen. „Der Mannschaft hat in einer spannenden Schlussphase die Nerven bewahrt.“

Es spielten: Graef, Romeike; Lambertz (2), van Hulten (3), Klein (5), Henschel, Norup Isaksen (6/2), van Nijf (3), Ueffing, Willing (3), Kaiser (1), Kunert, Vandewal (9).