TuS Lintfort hat den längeren Atem und überzeugt als Einheit

Frauen-Handball : TuS Lintfort hat den längeren Atem und überzeugt als Einheit

Frauen-Handball: Der Zweitligist siegte beim TV Beyeröhde mit 23:21 und baute den Abstand auf die Abstiegsränge aus. Torhüterin Laura Graef ist weiter in bestechender Form.

Die Handballerinnen des TuS Lintfort mischen die 2. Bundesliga so richtig auf. Dank spieltaktischer Fähigkeiten, einer ausgeprägten Laufarbeit und der übergeordneten Mentalität. Die Mixtur innerhalb der Mannschaft stimmt. Lintfort präsentierte sich erneut standhaft und gewann das prestigeträchtige Duell beim TV Beyeröhde-Wuppertal mit 23:21 (11:10). Die aktuellen 10:8 Punkte bedeuten Platz acht, und der Abstand auf die Abstiegsränge wächst weiter an.

Dabei hatten es die TuS-Spielerinnen in einer wuseligen Anfangsphase schwer sich zu positionieren. Es lief einfach nicht. Es klemmte gleich in mehreren Teilbereichen. Ganz besonders schlimm war die Trefferquote. Lintfort hatte in den ersten 13 Minuten schon drei Siebenmeter verworfen. Aber trotz des dürftigen Auftritts: Einstellung und Moral blieben intakt.

Das Team schöpfte zusehends Kraft aus seiner kämpferischen Einstellung, leistete zudem ein extrem hohes Laufpensum. Wuppertal konnte somit nicht sein gewohnt sicheres Tempospiel aufziehen. Die TuS-Spielerinnen blieben cool, zogen ihre Engagement einfach „durch“ und gewannen immer mehr an Selbstsicherheit. Die Partie gestalte sich ausgeglichen.

Der Gast konnte seine ansteigende Form mit in die zweite Halbzeit retten. Insbesondere die mannschaftliche Geschlossenheit brachte nun etliche Pluspunkte. Die Defensive verkaufte sich als eine intakte Einheit. Die Aufgaben waren klar verteilt. Eine immens wichtige Rolle nimmt schon seit einigen Wochen Laura Graef ein. Die Torhüterin befindet sich in bestechender Form und war erneut mit ihren zahlreichen Paraden vor allem im kniffligen Momenten der große Rückhalt auf der Linie.

Lintfort verrichtete in der Abwehr Schwerstarbeit, profitierte aber auch ein wenig vom Ausfall der lange Zeit stark auftrumpfenden TVB-Angreiferin Melina Fabisch (4 Tore), die wegen einer Daumenverletzung ausschied. Der Gast brachte viel Energie in die Aktionen und erspielte sich somit oftmals größere Torabstände. Ein weiterer Vorteil waren die Spielerinnen die ausgeruht von der Bank kamen, für neue Impulse und somit frischen Wind sorgten. Lintfort stellte das insgesamt stärkere Team und nahm verdientermaßen beiden Punkte mit auf die kurze Heimreise.

„Es war ein guter und intensiver Auftritt meiner Mannschaft“, freute sich Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir hatten diesmal den längeren Atem.“

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