Lokalsport: TuS Lintfort: Frauen dürfen erst nach den Sieg feiern

Lokalsport : TuS Lintfort: Frauen dürfen erst nach den Sieg feiern

Der Frauen-Handballer aus der Dritten Liga stehen Karnevalsonntag, 17 Uhr, in Blomberg auf dem Prüfstand.

Der Spielplan ist völlig zerschnitten. Es galt schon mehrmals zuzuschauen, wenn andere die Turnschuhe schnürten oder "Gas zu geben", wenn die Vielzahl der Vereine sich zurücklehnen konnte. Und genau so geht es weiter: Während die Handball-Gemeinde die anstehenden "jecken Tage" in vollen Zügen genießen werden, so müssen die Handballerinnen des TuS Lintfort im Titelrennen der 3. Liga ran. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein stehen Sonntag, um 17 Uhr, bei der Zweitvertretung der HSG Blomberg-Lippe auf dem Prüfstand.

Lintfort reist natürlich als haushoher Favorit und mit dem Rückenwind von 26:0 Punkten im Gepäck an. Aber Vorsicht ist geboten: Die HSG ist nicht frei von Abstiegssorgen und der Verein wartet schon mal gerne mit einer Überraschung auf. So ist es auch diesmal durchaus denkbar, dass die eine oder andere Verstärkung aus dem Bundesliga-Kader aufläuft.

So war es zumindest beim letzten 37:22-Kantersieg über Recklinghausen so, als beispielsweise mit Tess van Buren und Tessa van Zijl zwei Spielerinnen aus der "Ersten" mit aufliefen. "Wir müssen sehr konzentriert auftreten und von Beginn an hellwach agieren", betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Wir wissen natürlich nicht, mit welcher Formation Blomberg aufläuft. Aber darauf gilt es sich mit einer erhöhten Aufmerksamkeit einzustellen."

Die Gastgeberinnen holen sich regelmäßig Selbstvertrauen in einer gut funktionierenden Deckung, die zu den Besten der Liga gehört. Weiter auf dem Plan steht der Vortrag des Gegenstoßes. "Wir benötigen eine stabile Defensive", ergänzt Bettina Grenz-Klein. "Es ist ganz wichtig, dass wir hinten sicher und kompakt stehen. Zudem muss die Laufbereitschaft stimmen, um die Gegnerinnen anzugehen und Lücken zu schließen." Der TuS Lintfort gewann das Hinspiel zwar in recht souveräner Manier, aber das Team war auch in etlichen Situationen unaufmerksam; zahlreiche Spielerinnen erreichten vor allem in der Offensive so gerade die Normalform. "Es gilt die weiße Weste zu verteidigen", beschließt Bettina Grenz-Klein. "In Blomberg kommt einiges auf uns zu. Der Gegner hat bekanntermaßen viele gut ausgebildete Spielerinnen in seinen Reihen."

(RP)