TuS Lintfort beim Tabellennachbarn

Handball in Kamp-Lintfort : TuS Lintfort beim Tabellennachbarn

Die Zweitliga-Handballerinnen spielen am Samstag beim HC Rödertal in Sachsen Der Anwurf ist um 18 Uhr.

Wahrscheinlich müssen sich die Spielerinnen des TuS Lintfort immer noch gegenseitig zwicken und staunen nicht schlecht, über das, was ihnen über eine lange und kräftezehrende Saison gelungen ist. Die Zweitliga-Handballerinnen durften bekanntlich den frühzeitigen Klassenerhalt aufgrund einer bemerkenswerten Entwicklung feiern.

Aber bevor die Saison 2018/19  ihre Pforten schließt, heißt es noch einmal die Sporttasche packen und eine lange und ermüdende, weil gut 600 Kilometer lange Busfahrt über sich ergehen lassen. Beim HC Rödertal in Sachsen am Samstag angekommen, gilt es die Trikots überzustreifen und sich ein letztes Mal der Konkurrenz zu stellen. Der Anwurf ist um 18 Uhr.

In dieser Partie geht es  für beide Vereine nur noch um die „Goldene  Ananas“. Die Mannschaften sind unmittelbare Tabellennachbarn mit jeweils ordentlichen 24:34-Punkten und nehmen die Plätze zehn und elf ein. Hat der TuS Lintfort vor allem in den vergangenen Wochen mit vielen willensstarken und erfolgreichen Auftritten vollauf überzeugt, so ist beim HC Rödertal genau das Gegenteil eingetreten.

Das Team musste zuletzt mehrfach auf die verletzte, zentrale Spielerin Brigita Ivanauskaite verzichten. Ihr Ausfall ist der Hauptgrund, weshalb die Stabilität total verloren ging. Rödertal fehlten vor allem die zuvor zahlreich erzielten Toren der Litauerin. Der Verein befindet sich daher schon seit längerem in einem steilen Sinkflug, verlor zuletzt zehn Spiele in Serie. Doch trotz der sportlich anhaltenden Misere gerieten die Sächsinnen nie ernsthaft in den Abstiegskampf.

„Ich denke schon, dass bei meiner Mannschaft so ziemlich die Luft raus ist“, sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Aber wir wollen die Meisterschaft auch unbedingt ordentlich beenden und werden uns daher noch einmal aufraffen und erneut die letzten Reserven anzapfen. Man merkt meinen Spielerinnen nach den vielen Strapazen der vergangenen Monate den körperlichen Substanzverlust ganz klar an.“

Doch der TuS Lintfort weiß, wie man Rödertal schlägt. Die TuS-Spielerinnen haben beim überraschenden 27:21-Hinspielerfolg – damals noch mit Brigita Ivanauskaite – eine richtig gute Vorstellung abgeliefert. Vor allem die aggressive, quirlige Grundausrichtung in der Verteidigung hat gestochen. Lintfort stand seinen Gegenspielerinnen permanent auf den Füßen, leistete eine übergeordnete Laufarbeit und zog letztendlich als Kollektiv dem über weite Strecken überforderten HC Rödertal den Zahn.

„Alle meine Spielerinnen sehnen nun die Pause herbei“, schließt  Bettina Grenz-Klein. „Und dass wir ausgerechnet am letzten Spieltag noch einmal so eine strapaziöse Anreise haben werden, ist aber auch eventuell ein Anreiz, sich mit einem Sieg die monotone Rückreise ein Stück weit zu versüßen.“

 Der TuS Lintfort setzt einen Bus ein. Die Abfahrt erfolgt Samstag um 7.30 Uhr vom Parkplatz  an der Eyller Sporthalle.

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