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Lokalsport: TuS Lintfort auf der Suche nach Konstanz

Lokalsport : TuS Lintfort auf der Suche nach Konstanz

Der Frauen-Handball-Drittligist unterliegt in zwei dürftigen Testspielen Geleen und dem 1. FC Köln.

Die Vorbereitung kommt jetzt in eine ganz heiße Phase. Die erarbeiteten Trainingsinhalte müssen mehr und mehr sitzen, aber vor allem unter stressigen Wettbewerbsbedingungen abgerufen werden. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort hatten diesbezüglich vergangenen Sonntag in heimischer Halle bei gleich zwei Testspielen große Schwierigkeiten konstante Leistungen zu liefern. Die Gastgeberinnen unterlagen zunächst dem niederländischen Verein aus Geleen mit 40:42, wenig später dann auch dem Ligakonkurrenten 1. FC Köln mit 28:33.

TuS Lintfort - V&L Geleen 40:42 (17:15/24:32). Dieser Test wurde unter besonderen Bedingungen durchgeführt. Es ging immerhin über dreimal 30 Minuten. Lintfort begann nicht schlecht, agierte gegen den starken Gast aus der niederländischen Ehrendivision mit einer offenen Deckung, erspielte sich somit leichte Vorteile (8:5). Geleen konnte allerdings aufschließen, beide Mannschaften kämpften fortan auf einem ähnlichen Niveau. Doch Lintfort erlebte im mittleren Durchgang dieses Spiels einen ganz üblen Einbruch. Die Mannschaft wirkte aus unerklärlichen Gründen orientierungslos, leistete sich viele unnötige Fehler und verlor die spielerische Linie komplett. Die Folge des schwachen Auftritts: Geleen nahm die zahlreichen Geschenke dankend an und konterte die TuS-Truppe gnadenlos aus.

Die Gastgeberinnen waren in den letzten 30 Minuten sichtlich um Wiedergutmachung bemüht. Laut TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein waren ihre Schützlinge nun "moralisch besser aufgestellt" und "rissen sich am Riemen". Insbesondere die defensive 6:0-Abwehr harmonierte, überzeugte als eine lauffreudige, blockstarke Einheit. Lintfort kämpfte sich bis auf 38:39 heran, konnte die Partie aber nicht mehr kippen.

TuS Lintfort - 1. FC Köln 28:33 (13:16). Die TuS-Spielerinnen wirkten nach der intensiven Begegnung gegen Geleen nun gegen Köln schon etwas müde. Es fehlte sichtbar an körperlicher Frische sowie an der Konzentration. In der Deckung griffen die Absprachen nicht, Köln kam mit recht einfachen Mitteln zu Torerfolgen. Der Gast hielt das Tempo hoch und hatte mit den Ex-Lintforterinnen Vanessa und Felicia Idelberger sowie Sarah Dirks die Eckpfeiler auf dem Parkett (10:4). Und aus Lintforter Sicht lief spielerisch wenig zusammen. Die TuS-Truppe konnte aber zumindest die kämpferische Schlagzahl erhöhen. Die Gastgeberinnen holten auf und gestaltete so die Partie bis zur 50. Minute wieder ausgeglichen.

Doch es waren mit Loes Vandewal und Naina Klein nur zwei Spielerinnen, die maßgeblich für den Aufschwung sorgten. Zum Ende hin fehlte allerdings bei allen TuS-Spielerinnen die Kraft, so dass Köln noch zu einem recht deutlichen Testspielerfolg kam. "Es waren zwei wirklich harte Vorbereitungsspiele und man hat gesehen, dass auf uns bis zum Saisonstart noch reichlich Arbeit wartet", so das Fazit von Bettina Grenz-Klein.

P Mittlerweile herrscht Klarheit: Kreisläuferin Tatjana van den Broek hat einen Bänderanriss im Sprunggelenk, wird daher aller Voraussicht nach noch bis zum Saisonstart ausfallen.

(RP)