TuS kommt Klassenerhalt immer näher

Handball in Kamp-Lintfort : TuS kommt Klassenerhalt immer näher

Der Handball-Zweitligist aus Lintfort empfängt am Samstag um 17.30 Uhr, in der Eyller-Sporthalle Werder Bremen.

Die Meisterschaft tritt in die entscheidende Phase ein. Und bei den Zweitliga-Handballerinnen vom TuS Lintfort überwiegen die positiven Schlagzeilen. Der Aufsteiger hat mittlerweile seinen anfänglichen Respekt abgelegt, fühlt sich auf neuem Terrain pudelwohl, tankt wöchentlich sichtbar neues Selbstvertrauen. Der Verein kommt dem großen Ziel Klassenerhalt immer näher.

Leichter Optimismus ist durchaus angebracht. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein wollen den nächsten, wichtigen Schritt folgen lassen, im Heimspiel am Samstag in der Eyller-Sporthalle gegen Werder Bremen. Angepfiffen wird um 17.30 Uhr.

Die Gäste (13:31 Punkte) spielen eine mäßige Saison. Der Verein hatte sich eigentlich mehr ausgerechnet, als um den Klassenerhalt zu kämpfen.

Die Unzufriedenheit spiegelte sich bereits in einem Trainerwechsel wider. Werder Bremen verfügt über einen ordentlich besetzten Kader, mit klaren Strukturen. Die Deckung ist im Regelfall auf eine 6:0-Variante abgestimmt, die jedoch etwas offensiver als üblich ausgerichtet ist. Nach der Defensivarbeit nimmt die Mannschaft überwiegend das Tempo mit der „zweiten Welle“ auf.

Für die Offensive ist der Spielausrichtung auf den Rückraum zugeschnitten. Aber das Team hat auch so seine Probleme, das Niveau über die volle Stunde zu halten. Leistungsschwankungen sind ein maßgeblicher Grund, weshalb der Verein im Tabellenkeller gefangen ist.

Der TuS Lintfort hat allerdings an das Hinspiel keine guten Erinnerungen. Die eigene Vorstellung war nicht konstant genug und von zu vielen Fehlern geprägt. Werder Bremen überraschte zudem mit einer Personalie, zog mit der zuvor lange Zeit verletzten Lotta Heinrich (sechs Tore) ein Ass aus dem Ärmel und überrumpelte Lintfort mit einem letztendlich verdienten 30:25-Erfolg.

„Ich denke, es wird wieder ein enges und spannendes Spiel, in dem Nervenstärke, Ruhe aber auch die Tagesform tragende Rollen übernehmen“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein ganz deutlich. „Meiner Meinung nach, hat die Mannschaft einen Vorteil, die am längsten die eigenen Konzepte durchsteht. Aber wir lassen uns auch nicht unnötig unter Druck setzen“, verspricht sie.

Die Partie hat dennoch einen richtungweisenden Charakter. Der TuS Lintfort hat aktuell zwei Punkte mehr auf dem Konto und könnte sich mit einem Sieg ein weiteres Kellerkind auf Distanz halten.

Aus TuS-Sicht sollte vor allem wieder die zuletzt positive Entwicklung greifen. Die Spielerinnen haben klar an Kampfkraft hinzugewonnen, lassen sich durch die vergangenen Erfolge nicht mehr so leicht ins Bockshorn jagen, glauben mittlerweile an die eigenen Stärken und zeigen der Konkurrenz die Zähne.

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