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Handball: TuS-Frauen sind zurück an der Tabellenspitze

Handball : TuS-Frauen sind zurück an der Tabellenspitze

Die Lintforter Drittliga-Handballerinnen setzen sich nach zähem Ringen gegen die HSG Sulzbach/Leidersbach noch deutlich durch.

Wie im Vorfeld erwartet, hatten die Handballfrauen des TuS Lintfort vor heimischem Publikum mit der HSG Sulzbach/Leidersbach ein schwer zu spielenden Gegner zu Gast, den sie am Ende dann aber doch noch sehr deutlich mit 37:26 (20:15) in die Schranken wiesen. Dank der Punktverluste von Fritzlar (31:31 in Solingen) und Beyeröhde (31:31 gegen Mainz) eroberten sie die Tabellenspitze zurück, obwohl sie noch ein Nachholspiel auszutragen haben.

"Auch wenn es das Ergebnis letztlich nicht so ausdrückt, war es nicht mehr als ein Arbeitssieg", betonte die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Schlusspfiff. Anfangs wussten die Klosterstädterinnen überhaupt nicht, wie ihnen geschah, lagen sie nach 35 Sekunden doch bereits mit 0:2 im Hintertreffen. Überhaupt hatten die Gastgeberinnen in den ersten 20 Minuten mehr Mühe, als ihnen lieb war. In der Deckung fanden sie keine Zuordnung, Torhüterin Jessica Jochims kam auch eher schleppend ins Spiel und die Sonderbewachung für Prudence Kinlend von Spielbeginn an brachte den TuS noch zusätzlich aus dem Konzept. Der erste Weckruf erklang nach elf Minuten, als Jochims binnen 35 Sekunden zwei Siebenmeter-Strafwürfe der Gäste parierte. Aber erst als Angelika Bensch in der 20. Minute eingewechselt wurde, kam wieder Ordnung in das Spiel der Lintforterinnen. Als dann auch noch die Deckung auf eine offensivere Variante umgestellt wurde, lief es auch im Angriff wie am Schnürchen. Immer wieder eroberte der TuS den Ball in der Deckung, schaltete blitzschnell um und kam durch Tempogegenstöße zum Erfolg, wobei Tatjana van den Broek ihre Schnelligkeit ausspielte und nicht zu stoppen war. Nach dem Seitenwechsel griffen dann die Spielkonzeptionen, und das Training der vergangenen Wochen zahlte sich aus. Die durch die enge Deckung für Kinlend entstandenen Freiräume wurden eiskalt ausgenutzt oder die Lintforter Haupttorschützin konnte glänzend in Szene gesetzt werden.

Selbst Situationen in eigener numerischer Unterzahl wurden stark gemeistert. Die Abwehr fand zur nötigen Aggressivität zurück, Jochims wurde von Minute zu Minute stärker. Einzig Eefje Huijsmans erwischte einen rabenschwarzen Tag. Auch Angelika Bensch war nicht gut in Form. Bezeichnend die Szene, als sie bei einem Wurf auf das leere Tor lediglich den Pfosten traf. "Das muss man ihr einfach verzeihen", so Bettina Grenz-Klein. "Dafür hat sie in der Abwehr dafür gesorgt, dass wir wieder zu unserer Stärke gefunden und somit das Spiel auch gedreht haben." Selbst als Mannschaftsführerin Caroline Mook in der 51. Minute wegen ihrer dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah, brachte das die Klosterstädterinnen nicht mehr aus dem Konzept.

(ut)