Handball: TuS-Frauen fiebern dem Topspiel entgegen

Handball : TuS-Frauen fiebern dem Topspiel entgegen

Lintforter Drittliga-Handballerinnen sind morgen in Beyeröhde zu Gast. Beide Mannschaften haben bislang alle ihre Spiele gewonnen.

In der Dritten Liga ist die morgige Partie zwischen dem TV Beyeröhde und dem TuS Lintfort schon etwas Besonderes. Es ist nicht nur so etwas wie ein Derby, in diesem Spiel treffen auch die beiden einzigen Mannschaften aufeinander, die bis dato keine Partie verloren haben und die auch beide ohne Verlustpunkt sind. Für die bislang überraschend, aber erfreulich stark aufspielenden Klosterstädterinnen ist es fast die Stunde der Wahrheit.

"Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir in Beyeröhde am fünften Spieltag das absolute Spitzenspiel bestreiten würden, den hätte ich ihn nur leicht belächeln können", betont die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Nach unserem schweren Auftaktprogramm ist es aber schon ein tolles Gefühl. Wir werden auf jeden Fall alles daran setzen, auch in Beyeröhde zu gewinnen." Einziger Wermutstropfen im Vorfeld dieser Partie ist das Fehlen von Torhüterin Jessica Jochims, die sich mit der Schule auf Studienfahrt befindet. Somit muss Marie Groetelaers diese Bürde alleine schultern. Allerdings zeigte sie voriges Wochenende in den letzten 15 Minuten gegen Bascharage, welches Potenzial in ihr steckt.

Die Oberbergischen verfügen über eine sehr spielstarke Mannschaft, die sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen gibt und über die gesamte Distanz ein enormes Tempo an den Tag legt. Zudem haben sie in ihren Reihen einige Spielerinnen, die bereits auf Erfahrungen aus der Ersten und Zweiten Bundesliga zurückgreifen können. Insbesondere die Wirkungskreise des starken Rückraums gilt es für die Gäste einzuschränken. Eigentlich hätten die Lintforterinnen ein Wiedersehen mit ihrer ehemaligen Spielerin Felicia Idelberger feiern können, was nun aber lediglich am Spielfeldrand geschehen kann. In der Vorbereitung zog sie sich erneut einen Kreuzbandriss zu und wird in dieser Spielzeit wahrscheinlich nicht mehr zum Einsatz kommen.

"Beyeröhde hat einen in der Breite sehr starken Kader", warnt Bettina Grenz-Klein. "Die Mannschaft landete in der letzten Saison nicht von ungefähr auf dem dritten Platz und hat sich für sich für dieses Jahr noch gezielt verstärkt." Dies gilt allerdings auch für den TuS Lintfort, und wenn er die Leistung beim jüngsten Galaauftritt gegen Bascharage wiederholen kann, ist durchaus eine Chance vorhanden, auch in Beyeröhde zu bestehen. "Zunächst einmal wollen wir dazu beitragen, dass es wirklich ein Spitzenspiel wird", betont die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und geistige Präsenz zeigen, denn nur wenn auch wirklich der absolute Wille zum Erfolg vorhanden ist, können wir gewinnen."

(ut)
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