Handball: TuS-Frauen begeistern mit Angriffshandball

Handball : TuS-Frauen begeistern mit Angriffshandball

In der Dritten Liga gewannen die Lintforter Handballerinnen in einer sehenswerten Partie gegen den Gast aus Dortmund mit 36:34.

Nach drei Wochen Pause ging es nun auch in der Dritten Liga West wieder weiter. Am 20. Spieltag empfing der TuS Lintfort die Zweitvertretung von Borussia Dortmund und gewann in einer torreichen Partie am Ende glücklich mit 36:34 (21:20). Dabei hatten sich die TuS-Handballerinnen vorgenommen, mit einer beherzten Vorstellung vor den eigenen Fans zu überzeugen. Spielerisch ist ihnen das sicherlich gelungen, denn es gab viele sehenswerte Angriffsaktionen zu bestaunen, doch die Leistung in der Abwehr ließ zumindest über weiter Strecken noch viele Wünsche offen. "Wir haben heute eine überragende Angriffsleistung geboten", freute sich die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Doch es war beileibe nicht alles Gold, was glänzte, denn insbesondere in der ersten Halbzeit war die Abwehrleistung einfach nur katastrophal."

Gleichgültig was die Lintforterinnen auch versuchten, sie bekamen keinen Zugriff auf die gegnerischen Spielerinnen. Auch das Zusammenspiel zwischen Torhüterin und Abwehr wollte zunächst überhaupt nicht funktionieren. So wechselte Bettina Grenz-Klein häufiger zwischen zwei Abwehrformationen hin und her, doch ohne den gewünschten Erfolg. Zunächst bekam auch Torhüterin Jessica Jochims keinen Ball an die Hände und wurde gegen Marie Groetelaers ausgewechselt. Die führte sich mit einem gehaltenen Siebenmeter-Strafwurf gleich gut ein und war wenige Minuten ein sicherer Rückhalt für ihre Mannschaft. Doch dann war es auch mit ihrer Herrlichkeit wieder vorbei, und die Trainerin schickte Jochims wieder zwischen die Pfosten. Zur desolaten defensiven Vorstellung mischte sich eine immens starke Angriffsleistung, denn fast jeder Wurf war ein Treffer und ein Tor schöner als das Nächste.

Nach dem Seitenwechsel wussten sich die Klosterstädterinnen in der Deckung dann zumindest ein wenig zu steigern. Vanessa Dings sorgte für mehr Stimmung im Mittelblock, und Jochims konnte den einen oder anderen Ball parieren. Herausragend waren allerdings ihre Pässe bei den Tempogegenstößen, die wie an einer Schnur gezogen, stets den Weg zur Mitspielerin fanden. Nach dem enorm hohen Tempo in den ersten 30 Minuten ließen es beide Mannschaften etwas ruhiger angehen, doch der TuS brannte im Angriff weiterhin ein Feuerwerk ab. Alina Grijseels und Eefje Huijsmans führten abwechselnd geschickt Regie, und Prudence Kinlend war gestern überhaupt nicht zu bremsen. Gegen ihre Schnelligkeit und Kraft fand Dortmund überhaupt kein Mittel. So baute der TuS seinen Vorsprung bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 30:25 aus und wähnte sich bereits als Sieger. Statt den Gegner aber weiter unter Druck zu setzen, agierte man jetzt fahrlässig. Und so wurde es in der Schlussphase noch einmal unnötig spannend. Letztlich hatten die Klosterstädterinnen aber doch das glücklichere Ende für sich.

(ut)
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