Lokalsport: Trainer Torsten Klottig verlässt den SVN

Lokalsport : Trainer Torsten Klottig verlässt den SVN

Nachdem der Klassenerhalt in der Handball-Oberliga am Sonntag unter Dach und Fach gebracht wurde, muss sich der Trainer nun um die Familie kümmern.

Eine Berg- und Talfahrt mit vielen emotionalen Momenten nahm aus Sicht des Handball-Oberligisten SV Neukirchen am Sonntagabend ein glückliches Ende. Der lange Zeit hart umkämpfte und letztendlich verdiente Klassenerhalt gelang quasi in letzter Sekunde. Im gesamten Verein herrscht daher nun große Erleichterung. Aber es gibt dennoch eine bittere Pille zu schlucken. Torsten Klottig ist nicht mehr Trainer des SV Neukirchen. Der 43-Jährige bat um die Auflösung seines gültigen Vertrages für die kommende Spielzeit. Der B-Lizenz-Inhaber übernahm bekanntlich erst im vergangenen Oktober die Mannschaft von Ex-Coach Jörg Förderer, der wegen einer beruflichen Überbelastung frühzeitig die Segel strich.

Torsten Klottig begann eifrig und akribisch, verlieh der Mannschaft Struktur, nötiges Selbstbewusstsein und ein völlig neues Gesicht. Alles schien in geordneten Bahnen zu laufen, ehe sich das Privatleben des SVN-Trainers urplötzlich von einem auf den anderen Tag schlagartig aufgrund einer schlimmen Diagnose veränderte.

Sein Vater erkrankte an Krebs, weshalb der Sohn sich schon während der Saison aus verständlichen Gründen eine Auszeit nahm, um sich mit der Familie um den mittlerweile verstorbenen Vater kümmern zu können.

Und nun es gibt einen weiteren, zweiten Schicksalsschlag im Hause Klottig: Auch seine Mutter ist schwer erkrankt. "Ich habe mir die Entscheidung nicht einfach gemacht", betont Torsten Klottig. "Aber ich möchte mich in nächster Zeit um meine Mutter kümmern, und da bleibt nicht genügend Zeit für den SV Neukirchen. Die letzten Monate haben auch bei mir gesundheitliche Spuren hinterlassen, zudem war ich oftmals sehr gereizt und genervt, daher jetzt der Schlussstrich. Ich wünsche den Jungs alles Gute", so der Handball-Lehrer.

SVN-Abteilungsleiter Markus Witzke bezieht klar Stellung zu der Situation: "Dass uns Torsten Klottig verlässt, ist sehr schade, und wir bedauern seine Entscheidung. Aber seine private Situation nach den beiden Schicksalsschlägen hat natürlich absolut Vorrang. Der ganze Verein wünscht ihm und seiner Familie alles Gute."

(MB)
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