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Handball: Theorie als letzter Strohhalm

Handball : Theorie als letzter Strohhalm

Ein auf eher schwachem Niveau stehendes Lokalderby gewann der Handball-Verbandsligist SV Neukirchen gegen das Schlusslicht HSG Vennikel am Ende verdient mit 26:23, womit der Vennikeler Abstieg fast schon besiegelt ist.

Wer sich auf einen Leckerbissen gefreut hatte, musste sich enttäuscht auf den Heimweg machen, denn das Lokalderby in der Handball-Verbandsliga zwischen dem SV Neukirchen und der HSG Vennikel bot zwar viel Kampf und Einsatzwillen, aber noch mehr Krampf. Am Ende siegten die Gastgeber verdient mit 26:23 (12:10).

Einmal mehr war es die starke Abwehr der Neukirchener, die den Ausschlag gab, und an der sich die Vennikeler Angreifer regelmäßig die Zähne ausbissen. Mit dieser Niederlage haben sich die Gäste wohl endgültig aus der Verbandsliga verabschiedet, denn auf einen möglichen Relegationsplatz beträgt der Abstand nun bereits sieben Punkte bei noch fünf ausstehenden Begegnungen. "Jetzt sind die Chancen auf den Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur", betonte der Vennikeler Trainer Dirk Ostermann.

Überhastet im Angriff

Die ersten zehn Minuten war die Partie absolut ausgeglichen, wobei Vennikel große Mühe hatte, den SVN-Haupttorschützen Daniel Peters in den Griff zu bekommen. Überhaupt war gegen den Rückraum der Gastgeber an diesem Tag nicht viel auszurichten. Für Vennikel war es so etwas wie die letzte Chance auf den Klassenerhalt und das merkte man der Mannschaft deutlich an.

Gerade im Angriff agierten sie viel zu überhastet und fanden selten das geeignete Mittel , um sich eine Chance heraus zu spielen. War das dann doch einmal der Fall, scheiterten die HSG-Spieler immer wieder am Neukirchener Torhüter Dominik Köller. So konnten sich die Hausherren bis zum Pausenpfiff ein wenig absetzen. Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst nicht viel.

Das Spiel der Gastgeber wurde immer zerfahrener, so dass Vennikel in der 46. Minute sogar in Führung ging. Kurz darauf wechselte sich der Neukirchener Spielertrainer Björn Baar ein, brachte wieder mehr Struktur in das Spiel seiner Mannschaft und führte sie zurück auf die Siegerstraße. Die Torschützen des SVN: Roschig (7), Peters (7/2), Pruschinski, Liekenbrock (je 4), Kühn (2), Giesbertz und Thomas; der HSG: Krämer (8), Schwartz (5), Scheidung (3/3), Coß, Kürvers, Milewski (je 2) und Geidel.

(ut)